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Neue Taktik auf dem Prüfstein Hohes Pressing – ein Spiel mit dem Feuer gegen Deutschland?

Gegen die Ukraine liess die Schweiz mit einem hohen Pressing aufhorchen. Mit Deutschland wartet nun ein anderes Kaliber, welches das taktische Konzept prüfen wird.

Granit Xhaka am Ball gegen die Ukraine
Legende: Ist der Taktgeber im Schweizer Mittelfeld Granit Xhaka. Freshfocus

Die Stürmer haben den Gegner früh gestört, die Mittelspieler schoben sofort nach und auch die Verteidiger standen hoch: Die Schweiz versuchte sich gegen die Ukraine mit einem ungewohnt hohen und intensiven Pressing.

Dadurch eroberte die Mannschaft um Captain Granit Xhaka zwar immer wieder den Ball und hatte schliesslich 56 Prozent Ballbesitz, doch zum Ende der Partie liessen die Kräfte des Teams von Vladimir Petkovic nach und es ergaben sich Räume für den Gegner.

Video
SRF-Experte Huggel analysiert die Schweizer Taktik
Aus Sport-Clip vom 04.09.2020.
abspielen

Petkovic will trotz der 1:2-Niederlage gegen die Ukrainer auch gegen Deutschland am neuen taktischen Konzept festhalten. Die Schweiz wird wohl gegen den grossen Nachbarn mit einem 5-4-1-System in der Defensive und einem 3-4-3 im Angriff auflaufen.

Gegen die favorisierten Deutschen wird es vor allem darauf ankommen, dass das kreative Mittelfeld um Toni Kroos und Ilkay Gündogan nicht die Zeit erhält, um die beiden Defensiv-Reihen der Schweizer mit einem weiten Pass in die Tiefe zu überbrücken. Denn vorne im Sturm dürfte Timo Werner lauern, der für seinen Antritt gefürchtet ist.

Live-Hinweis

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Die Partie zwischen der Schweiz und Deutschland in der Nations League können Sie am Sonntag ab 20:45 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App verfolgen. Um 20:00 Uhr beginnt die Vorberichterstattung.

Letzter Pass als grosses Problem

Bei der Schweizer Nati mangelte es gegen die Ukraine an der Kreativität aus dem Zentrum. Die Schweizer spielten oft über die Flügel und brachten viele Bälle in den Strafraum, doch von 25 Flanken kamen gerade einmal 3 bei einem Mitspieler an.

So erstaunt es nicht, dass der Schuss zum 1:1 von Haris Seferovic der einzige Abschluss war, der auf das Tor des Gegners kam. Der berühmte letzte Pass kam bei den Schweizern zu selten an – etwas, das gegen den Weltmeister von 2014 wohl nicht einfacher werden wird.

Video
Das Tor von Seferovic gegen die Ukraine
Aus Sport-Clip vom 03.09.2020.
abspielen

SRF zwei, sportlive, 03.09.2020, 20:10 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf Caderas  (2rmusic)
    Ja, moderner Fussball verlangt das. Es müssen aber alle 11 Spieler das taktische Verständniss dazu haben.Einer reicht um dem Gegner mögliche Löcher freizugeben, wie man immer wieder sieht.
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Die Schweiz hat zwar eine gute Nati, kann aber nicht in jedem Wettbewerb um den Titel mitspielen, wie z.B. Frankreich oder Portugal. Es ist deshalb sinnvoll, Prioritäten zu setzen, das heisst in der Nations League Taktisches auszuprobieren, auch gegen grosse Nationen wie heute gegen Deutschland. Es braucht ein paar Spiele, bis etwas Neues funktioniert, oder bis man sieht, dass es definitiv nicht klappen kann. "Wer nichts wagt, der nicht gewinnt" und bleibt stehen und macht keine Fortschritte.
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Dieses 5-4-1 ist keine gute Idee von Petkovic. Beim Gegenpressing gab es viel zu viele Löcher zwischen der Mittelfeldlinie und der Abwehr. Wenn du ein Pressing aufziehst, dann müssen alle Linien den gleiche Abstand haben, es müssen alle gemeinsam pressen. Jeder muss seine Zone genau abdecken.
    Macht einer seinen Job nicht, hat die angreifende Mannschaft ganz schnell sehr viel Platz. Gegen die deutschen ein Pressing aufzuziehen, ist eine ganz schlechte Idee!!!
    Die sind viel zu spielstark.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Gegen Spanien waren sie alles andere als spielstark. Ausser Werner war keiner auf der Höhe. Da die Spanier noch lauer unterwegs waren, gab es ein schmeichelhaftes 1:1 für die DFB Boys. Spanien in Normalform hätte diese Deutsche Luschentruppe mit 5:0 vom Platz gefegt.