Zum Inhalt springen
Inhalt

Variable Spielsysteme Dem Nati-Coach geht es ums Prinzip

4-2-3-1? 3-5-2? Dreierkette? Viererkette? Vladimir Petkovic passt die Formationen seinen Spielern an, nicht umgekehrt.

Legende: Video Petkovic über die verschiedenen Spielsysteme abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus sportlive vom 12.10.2018.

«Es gibt kein Petkovic-System», meinte der Nationaltrainer selber nach der 1:2-Niederlage gegen Belgien. Bestätigt wird diese Aussage durch einen Blick in die Vergangenheit. Ob bei den Young Boys, Samsunspor oder Lazio Rom: Vladimir Petkovics Formationen variierten beinahe von Spiel zu Spiel. Auch diese Unregelmässigkeit stellt letztlich eine gewisse Regel dar. Seine Teams sollen variabel auf dem Spielfeld agieren.

«Es gibt nur Systeme, die für die zur Verfügung stehenden Spieler besser oder weniger gut geeignet sind», gibt der Nati-Coach seine Philosophie wieder. Gestern also empfand Petkovic ein «3-5-1-1» als die beste Variante. Brisant dabei:

  • Ricardo Rodriguez übernahm in der hintersten Reihe auf halblinks eine defensivere Rolle.
  • Offensiver ans Werk gehen durfte Michael Lang. Der Gladbacher kam auf der rechten Flügelposition zum Einsatz, pendelte dort zwischen Abwehr- und Mittelfeldkette.
  • Denis Zakaria oder Remo Freuler, wer darf neben Granit Xhaka im Mittelfeld die Fäden ziehen? So lautete die Frage vor dem Belgien-Spiel. Petkovics Antwort: Auf Kosten eines Flügelspielers durften beide spielen.

«Ich werde oft dazu befragt, worauf ich dann immer antworte, dass die Prinzipien wichtig sind. Diese sind bei 3, 4 oder 5 Verteidigern die gleichen.» Und trotzdem: Neue Grundordnungen müssen unter Ernstbedingungen erprobt werden. Die Gelegenheit dazu hatte Petkovic bei der Nationalmannschaft lange nicht, da den Testspielen oft die Wichtigkeit fehlte. Die Nations League gibt dem Tessiner nun die Chance, die in den Trainings eingeübten Varianten unter ernsteren Bedingungen zu testen.

Dies wird wohl auch bei der nächsten Partie gegen Island wieder der Fall sein. Die Schweizer Nationalmannschaft reist nun nach Reykjavik, um sich dort auf das vorletzte Nations-League-Gruppenspiel vom Montag vorzubereiten.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.10.18, 20:10 Uhr

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Luis Seitz (Luigi02)
    Ich verstehe nicht, wie hier einige sich gege Petkovic aussprechen und sagen, man hat nichts erreicht. Das stimmt nicht. Man hat in der WM Quali Portugal geschlagen, hat gegen Brasilien ein Unentschieden herausgespielt und ist ins Achtelfinale gekommen. Das sie da nicht weitergekommen sind lag wohl kaum an Petkovic. Petkovic hat aus einer Mannschaft, die ein bisschen hinter den Topnationen herhinkt, eine Mannschaft gemacht, die mit Topnationen ernsthaft mithalten kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Philipp Spuhler (phsp)
    Petkovic wird sehr geschätzt bei den Spielern und dem SFV. Als schweizer Staatsbürger sollte man bedingungslos hinter der Nationalmannschaft stehen. Kritik ist erlaubt, bitte bewahrt Respekt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Roman Brūllmann (Roman Brūllmann)
    5Jahre Petkovic,und die Nati ist kein mū weiter gekommen.Wir haben gute Spieler,aber keine Mannschaft.Fakt ist,das er in dieser Zeit keine Stammelf aufgebaut hat,die eine Quali durch Spielt.Jetzt ist die Zeit da,um mit den jungen eine solch zu formen fūr die EM.Dann kommen auch die automatismen und Kontinuität zum tragen.Wer in der Nati spielt muss gegen jede Mannschaft ūber 90min auf hohen Niveau spielen.Dann kann die Nati gegen jede Mannschaft gewinnen.Taktik hin oder her. Hopp Schwiz!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen