- Der FC Sion spielt in der 32. Runde der Super League gegen Lausanne 1:1.
- Damit verpassen es die Walliser, die rote Laterne an Vaduz abzugeben.
- In den anderen Sonntagspartien bezwingt Servette Meister YB 2:1 , Zürich schlägt Lugano 3:0 .
Es schien nicht der Nachmittag von Gaëtan Karlen zu werden. Der Sittener Stürmer zeigte sich zwar äussert engagiert, es fehlte ihm aber in den entscheidenden Momenten die nötige Genauigkeit.
Bereits nach gut 10 Minuten kam der 27-Jährige nach einer Faustabwehr von Lausanne-Goalie Mory Diaw zu einer Topchance, köpfelte den Ball aber am leeren Tor vorbei. Gleiches Bild in der 65. Minute: Nach einer perfekt getimten Flanke kam er erneut frei zum Kopfball, verfehlte das Ziel aber noch deutlicher.
Jenz' Premiere schockt Sion
Letzteres schien Karlen dann wachzurütteln: Nur 2 Minuten später kam er doch noch zu seinem Torerfolg. Sein Sturmpartner Guillaume Hoarau legte eine Hereingabe abgebrüht auf Karlen ab, dieser brauchte nur noch einzuschieben.
In der Folge schien Sion das Spiel im Griff zu haben und steuerte auf 3 Punkte und damit den zweitletzten Tabellenrang zu. Doch Lausannes Innenverteidiger Moritz Jenz schockte das Schlusslicht spät: 7 Minuten vor Schluss erzielte er mit einem wuchtigen Kopfball sein erstes Tor im Lausanne-Dress überhaupt.
Grgic patzt vom Punkt
In der 1. Halbzeit hatte Lausanne eigentlich mehr vom Spiel, Sion aber die deutlich besseren Chancen. Für den grössten Aufreger sorgte der spätere Torschütze Jenz kurz vor der Pause – allerdings im eigenen Strafraum: Aus der Drehung wollte er einen Ball klären und traf den einschussbereiten Karlen. Den fälligen Penalty trat Anto Grgic aber viel zu harmlos, Goalie Diaw parierte mühelos.
Überschattet wurde die Partie in Sitten von der Verletzung von Lausannes Mickaël Nanizayamo. Der Verteidiger prallte bei Karlens erster Chance mit seinem Goalie zusammen und musste nach einer zehnminütigen Unterbrechung mit Verdacht auf eine schwere Hirnerschütterung ins Spital gebracht werden.
So geht es weiter
Sion bleibt damit im 9. Heimspiel in Folge gegen die Waadtländer ohne Niederlage (6 Siege, 3 Remis), wird den verpassten 2 Punkten aber dennoch nachtrauern. Am nächsten Sonntag werden die Walliser in St. Gallen den nächsten Anlauf zu 3 wichtigen Punkten im Abstiegskampf nehmen. Lausanne empfängt dann den FCZ.