- Basel unterliegt Thun in der 22. Runde der Super League 1:2 und sieht den Leader in der Tabelle nur noch aus der Ferne.
- Leonardo Bertone bringt die Berner Oberländer mit einem Traumtor in Führung, Dominik Schmid lässt Stephan Lichtsteiner nur vorübergehend vom ersten Punktgewinn träumen.
- Luzern erkämpft sich gegen St. Gallen ein spätes Remis, YB bekundet gegen den FCZ keine Mühe.
Für den FC Basel stand bei Stephan Lichtsteiners Feuertaufe in der Super League einiges auf dem Spiel: Eine Niederlage gegen Thun wäre gleichbedeutend mit 13 Punkten Rückstand auf den Leader. Dass bei dieser Aufgabe Captain Xherdan Shaqiri gesperrt, Stamm-Goalie Marwin Hitz verletzt und der abwanderungswillige Stürmer Philip Otele im Heimspiel nicht zur Verfügung standen, erleichterte die Herausforderung nicht. Zumal das Heimteam ab der 15. Minute einem Rückstand hinterher lief.
Schmid eiskalt – doch Matoshi auch
In Abwesenheit der erwähnten Kreativität und Torgefahr musste für die «Bebbi» ein Defensivmann in die Bresche springen. Dominik Schmid netzte nach einem Eckball per Aussenrist in Stürmermanier zum 1:1 ein (57.). Und kündigte mit seinem Torjubel Nachwuchs an. Der FCB war nun der Führung näher. Doch der längst erwartete Einbruch des Aufsteigers – er kam auch in Basel nicht. Im Gegenteil: Unter gütiger Mithilfe von FCB-Verteidiger Nicolas Vouilloz, der einen ungefährlichen Ball zur Mitte klärte, stellte der eingewechselte Valmir Matoshi auf 2:1 (80.).
Dabei blieb es. Auch weil Tim Spycher (in der 67. Minute für den verletzen Niklas Steffen eingewechselt), im Januar erst von Basel zu Thun gestossen, seinen Kasten beim Super-League-Debüt rein hielt. Wieder schlug der Aufsteiger aus seinen Stärken Kapital: der Effizienz in der Offensive und der Solidarität in der Defensive. Für Thun war es bereits wieder der 5. Sieg in Serie.
Bertones Sonntagsschuss
Leonardo Bertone hatte die Thuner mit seiner Kandidatur fürs Tor des Jahres in Führung gebracht (15.). Nach zwei geblockten Schüssen gelangte der Ball zum Mittelfeldregisseur. Dieser zog aus rund 20 Metern halbvolley ab und jagte die Kugel genau ins linke Kreuz. Hitz-Ersatz Mirko Salvi blieb chancenlos.
Die Führung war ein klassisches Beispiel der Phrase «Wenn's läuft, dann läuft's.» Denn Basel hätte zu diesem Zeitpunkt gut und gerne auch schon in Führung gehen können. Andrej Bacanin und der wirblige Startelf-Debütant Julien Duranville scheiterten jeweils mehrfach an Steffen, ebenso Bénie Traoré kurz vor dem Pausenpfiff. Auf der anderen Seite war Elmin Rastoder nach einem Bock der wackligen FCB-Defensive im 2-gegen-1 zu eigensinnig (39.). Letzlich blieb auch das unbestraft. Denn man weiss ja: «Wenn's läuft ...»
So geht's weiter
Basel ist schon am Mittwoch im Cup-Viertelfinal bei St. Gallen gefordert (20:30 Uhr live auf SRF zwei), ehe am Sonntag zu Hause der Klassiker gegen den FC Zürich ansteht. Leader Thun gastiert ebenfalls am Sonntag bei Servette.