- In der Relegation Group der Super League trennen sich Winterthur und der FC Zürich 2:2.
- Andrin Hunzikers Penalty in der 96. Minute bringt die Gäste auf der Schützenwiese um den Sieg im Kantonsderby.
- Luzern gewinnt gegen Lausanne auswärts 3:1. Thun kann am späteren Abend mit einem Sieg über Basel Meister werden.
Die Partie war in den letzten Zügen, als sich Volketswil meldete. Ohne sich die streitbare Szene auf dem Bildschirm anzuschauen, wies Schiedsrichter Luca Cibelli auf den Penaltypunkt. Cheveyo Tsawa hatte seinen Gegenspieler Loïc Lüthi an der Strafraumgrenze mit einem ungestümen Einsatz zu Fall gebracht. Andrin Hunziker lief an und versenkte den Penalty eiskalt. Die 5 angezeigten Nachspielminuten waren bereits abgelaufen.
Mit dem späten 2:2 stoppte Winterthur die Serie von zuletzt 4 aufeinanderfolgenden Niederlagen. Die Luft wird dennoch dünn: Der Abstieg nach vier Jahren im Oberhaus ist nicht mehr fern. Sollte GC am Sonntag gegen Servette gewinnen, wären auch die letzten Hoffnungen auf den Ligaerhalt zunichte. Der FCZ verpasste unter Interimstrainer Carlos Bernegger nach dem enttäuschenden 0:3 letzte Woche in Lausanne den ersten Sieg. Mit einem Dreier wäre man die Barrage-Sorgen wohl endgültig los gewesen.
Kasami kontert Pereas Führungstreffer
Das Spiel auf der Schützenwiese war nach 23 Minuten richtig lanciert worden. Nach einem langen Ball legte Juan Jose Perea auf Philippe Kény ab. Der Senegalese fand seinen kolumbianischen Sturmpartner mit seinem Pass in die Tiefe wieder. Gegen Pereas Schuss war Stefanos Kapino machtlos.
Kaum war der Jubel der mitgereisten Fans aus Zürich verklungen, schepperte es aber schon auf der anderen Seite. Pajtim Kasami fasste sich von der Strafraumgrenze ein Herz und zog volley ab. Silas Huber, für Yanick Brecher zurück im FCZ-Kasten, war mit den Fingerspitzen am Ball, musste diesen aber passieren lassen (25.). Das Tabellenschlusslicht schöpfte aus dem raschen Ausgleich neuen Mut. Gleich zwei Möglichkeiten auf die Führung blieben aber ungenutzt. Nishan Burkarts Schlenzer strich nur knapp am Pfosten vorbei.
In der zweiten Halbzeit stabilisierte sich der FCZ. Das 2:1 in der 69. Minute erzielte Kény ebenfalls per Strafstoss, nachdem Souleymane Diaby einen Schuss klar mit der Hand geblockt hatte. Kény wäre ursprünglich nicht für die Startformation vorgesehen gewesen. Er ersetzte kurzfristig Reverson, der sich beim Aufwärmen verletzte. Im Kantonsderby gegen Winterthur blieb der FCZ zum 10. Mal in Folge ungeschlagen.
So geht's weiter
Am kommenden Samstag sind beide Teams wieder im Einsatz. Winterthur empfängt auf der Schützenwiese Lausanne, der FCZ lädt zum Derby gegen GC.