- St. Gallen schlägt ein harmloses YB in der 24. Runde der Super League zuhause verdient mit 2:1.
- Die Ostschweizer führen schon nach 11 Minuten mit zwei Längen Vorsprung und bleiben über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft.
- Der FCZ kehrt gegen Winterthur zum Siegen zurück. Lugano und Servette spielen 1:1.
Schon zwei Mal hat der FC St. Gallen in diesem Jahr einen 2:0-Vorsprung verspielt. Auch im Heimspiel gegen die Young Boys lagen die «Espen» mit zwei Längen in Front. Angesichts des Chancenwuchers, den das Heimteam während der gesamten Partie betrieb, wäre ein erneutes Verspielen des Vorsprungs die logische Konsequenz gewesen.
Doch mit YB stand ein Gegner auf der anderen Seite, der keine Anstalten machte, die Wende noch zu bewerkstelligen. Ein Weitschuss von Sergio Cordova (74.) war lange das Gefährlichste, was die Berner Offensive zu Stande brachte. Erst tief in der Nachspielzeit gelang YB aus dem Nichts das Anschlusstor. Der 100. Treffer von Christian Fassnacht im YB-Trikot fiel aber zu spät, um St. Gallen noch um den Sieg zu bringen.
Während die Ostschweizer dank den ersten drei Punkten in diesem Jahr auf Platz 2 vorrücken, geraten die europäischen Plätze für YB immer weiter in die Ferne.
St. Galler Traumstart
St. Gallen hatte die Weichen schon in der Startviertelstunde auf Sieg gestellt und dabei die Berner Abwehrmängel einmal mehr schamlos offengelegt:
- 5. Minute: Nach einem Schiedsrichterball in Strafraumnähe lanciert Lukas Daschner Teamkollege Carlo Boukhalfa mit einem hohen Ball. Der Deutsche erzielt aus der Drehung das frühe 1:0.
- 11. Minute: Wieder reicht ein langer Ball von Daschner, um die YB-Defensive auszuspielen. Aliou Baldé ist auf und davon und verwandelt spielend leicht zum 2:0.
Von diesem Kaltstart erholte sich YB lange nicht. Vielmehr war es St. Gallen, das mehrere Chancen auf das 3:0 zum Teil fahrlässig verspielte. Christian Witzig (17.) und Alessandro Vogt (43.) scheiterten mit ihren Abschlüssen an der Latte. Vogt fand seinen Meister in der selben Minute in YB-Schlussmann Marvin Keller, der in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit auch gegen Baldé zur Stelle war.
Weil YB auch in der 1. Halbzeit offensiv nur im Ansatz gefährlich wurde, rächte sich St. Gallens fehlende Kaltschnäuzigkeit für einmal nicht.
So geht es weiter
St. Gallen hat am Samstag erneut ein Heimspiel vor der Brust. Die Ostschweizer empfangen um 18:00 Uhr die Grasshoppers. Für YB kommt es im heimischen Wankdorf zum Duell mit Schlusslicht Winterthur (20:30 Uhr, live auf SRF info).