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3:3-Ausgleich in 91. Minute Spektakel in Lausanne: Servette erkämpft sich spät ein Remis

Die Schlussphase zwischen Lausanne und Servette in der Super League war an Spektakel kaum zu übertreffen. Die Waadtländer, die seit der 28. Minute in Überzahl spielten, gingen in der 73. Minute mit 3:2 in Führung. Der 19-jährige Joker Omar Janneh setzte sich mit einem Haken gegen Verteidiger Yoan Severin durch und vernaschte Goalie Joël Mall anschliessend mit einem Lupfer. Es war der vermeintliche Siegtreffer.

Vermeintlich. Denn Lausanne verpasste es in der Folge, den Sack mit einem vierten Tor zuzumachen – und stellte sich in den letzten Minuten selbst noch ein Bein. Nicky Beloko beschwerte sich in der 89. Minute nämlich zu heftig beim Schiedsrichter und wurde mit seiner zweiten gelben Karte des Platzes verwiesen.

Stevanovic trifft spät

Das dadurch gewonnene Momentum wusste Servette tatsächlich noch in den späten Ausgleich umzumünzen. Zwei Minuten später schob Miroslav Stevanovic nach einem Querpass Lilian Njohs zum 3:3 ein. Es war der dritte Skorerpunkt des Abends für den Bosnier. Goalie Karlo Letica, der den Ausgleich kurz vor der roten Karte auf der Linie noch verhindert hatte, war diesmal machtlos.

Die letzte nennenswerte Aktion des Spiels war Stevanovics Treffer aber noch nicht. In der letzten Minute der Nachspielzeit gab es im Genfer Strafraum nämlich noch einmal Aufregung. Der Ball sprang Severin nach einer Lausanne-Flanke aus kurzer Distanz an die Hand. Schiedsrichter Anojen Kanagasingam liess weiterspielen und beendete kurz darauf die Partie.

Lausanne dreht Spiel in Überzahl

Schon im ersten Durchgang hatten die beiden Teams ein spektakuläres Spiel gezeigt. Nach einer unterhaltsamen Startphase ging Servette in der 20. Minute in Führung. Stevanovic spielte von der rechten Seite einen langen Pass in die Strafraummitte, wo Samuel Mraz heranbrauste und direkt zum 1:0 einnetzte. Doch die Genfer Freude war nur von kurzer Dauer. Innert 20 Minuten drehte Lausanne nämlich das Spiel:

  • 28. Minute: Nach einer öffnenden Flanke legt Beloko im Strafraum quer zu Seydou Traoré, der vermeintlich nur noch einschieben muss. Marco Burch schubst den Angreifer jedoch von hinten und vereitelt damit als letzter Mann eine Grosschance. Nach VAR-Check sieht Burch Rot. Den fälligen Penalty verwandelt Jamie Roche souverän.
  • 39. Minute: Servette-Verteidiger Bradley Mazikou wird vor dem eigenen Strafraum von Nathan Butler-Oyedeji unter Druck gesetzt – und er verliert den Ball. Traoré nimmt das Geschenk an. Er läuft auf Mall zu und erwischt den Genfer Schlussmann aus spitzem Winkel zwischen den Beinen.

Servette hatte noch vor der Pause einige Chancen auf den neuerlichen Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel konnte Genf eine solche nutzen. Der am Sonntag glänzend aufgelegte Stevanovic schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze in der 59. Minute zum 2:2 ins lange Eck. Es sollte nicht das letzte Ausgleichstor des bosnischen Angreifers in diesem Spiel bleiben.

So geht es weiter

Für Lausanne steht bereits die nächste englische Woche auf dem Programm. Am Donnerstag bestreiten die Waadtländer das Playoff-Hinspiel in der K.o.-Phase der Conference League beim tschechischen Vertreter Sigma Olomouc. Am nächsten Sonntag gastiert Lausanne in der 26. Super-League-Runde in Lugano. Servette empfängt tags davor St. Gallen.

Super League

SRF info, Super League – Highlights, 15.2.2026, 19 Uhr ; 

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