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36. Runde der Super League Winterthur vertagt Abstiegsentscheidung nach Sieg über Lausanne

Als der Speaker auf der Schützenwiese kurz nach der Stunden-Marke den FCZ-Führungstreffer gegen die Grasshoppers verkündete, brandete auf den Rängen verhaltener Jubel auf. Sollte Winterthur gegen Lausanne nämlich noch gewinnen, wäre die Abstiegsentscheidung vertagt. Und tatsächlich: Der Zwischenstand im Letzigrund schien den bis zu diesem Zeitpunkt in der 2. Halbzeit unterlegenen FCW zu beflügeln.

Nur wenige Minuten nach der Durchsage lag Winterthur wieder in Führung. Nach einer Flanke Fabian Rohners traf Andrin Hunziker mit einem perfekt getimten Kopfball in der 66. Minute zum 2:1 für den Gastgeber. Der zuvor noch verhaltene Jubel glich nun ekstatischem Lärm.

Freistoss in letzter Minute

Doch das Spiel war noch lange nicht vorbei. Nachdem Elias Maluvunu in der 71. Minute das 3:1 nur knapp verpasst hatte, liessen sich die Gastgeber zurückfallen. Der Fokus lag in der Schlussviertelstunde auf der Defensive. Lausanne hielt den Ball, doch kreierte nur selten Torgefahr. Winterthur stand hinten solide – und bekundete zuweilen auch Glück, dass die Gäste ihre Zielfernrohre am Samstag nicht optimal eingestellt hatten. Theo Bair schlenzte den Ball in der 89. Minute aus vielversprechender Position etwa am Tor vorbei.

In der Nachspielzeit musste der FCW nur einmal zittern. In der 94. Minute erhielt Lausanne einen Freistoss. Olivier Custodio brachte diesen aus halblinker Position gefährlich aufs Tor. Winterthur-Goalie Stefanos Kapino wehrte aber ab – und rettete seinem Team damit den Sieg. Es war nämlich die letzte Aktion, Schiedsrichter Anojen Kanagasingam pfiff die Partie ab. Durch den Sieg lebt der Traum von der Barrage weiter. Weil die Grasshoppers im Derby keine Aufholjagd mehr starteten, trennen die beiden Teams vor dem Direktduell am Dienstag vier Punkte.

Winterthur startet stark

Die Gastgeber hatten von der ersten Minute an gezeigt, dass sie alles in die Waagschale werfen würden. Mit sehenswertem Tempofussball, wie man ihn auf der Schützenwiese in dieser Saison nur äusserst selten gesehen hat, kreierte der FCW Torchance und Torchance.

Nachdem Théo Golliard (2.) und Hunziker (5.) gescheitert waren, brachte Nishan Burkart die Eulachstädter in der 12. Minute in Führung. Der Flügelspieler setzte sich nach einer langen Golliard-Flanke im Dribbling durch und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen.

Lausanne konnte erst nach dem Seitenwechsel reagieren. In der Startviertelstunde der zweiten Halbzeit waren die Waadtländer das klar bessere Team. In der 56. Minute belohnten sie sich mit dem Ausgleich. Omar Janneh schob nach einem Abpraller bei Kapino ein. Doch dann liess Lausanne wieder nach – und Winterthur sollte doch noch den Sieg feiern können.

So geht es weiter

Am Dienstag kommt es im Letzigrund damit zum Abstiegsknüller. Winterthur gastiert ab 20:30 Uhr bei GC und braucht einen Sieg, um den Abstieg zu verhindern. Lausanne spielt gleichentags auswärts bei Servette.

Super League

Radio SRF 1, Bulletin um 20 Uhr, 9.5.2026 ; 

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