Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Super League: 36. Runde Derbyniederlage gegen den FCZ bringt GC noch einmal ins Schwitzen

Der letzte Hoffnungsschimmer für die Grasshoppers auf den direkten Klassenerhalt ist verpufft. Im Stadtderby gegen den FC Zürich unterlag der Rekordmeister verdient mit 1:2. Während der FCZ damit definitiv gerettet ist, droht für GC die dritte Barrage-Teilnahme in Serie – wenn nicht doch noch der Direktabstieg zum Thema wird.

In einen animiert, aber auf bescheidenem Niveau geführten Duell war Emmanuel Tsimba die prägende Figur der 1. Halbzeit. Die YB-Leihgabe in Diensten der Grasshoppers hatte sein Team in der 35. Minute in Führung geköpfelt. Jonathan Asp Jensen hatte ihn perfekt in Szene gesetzt.

Gut 10 Minuten später leistete sich Tsimba aber eine Dummheit, die den Rest der Partie prägte. Im Mittelfeld schlug er mit dem Ellbogen gegen Lindrit Kamberi leicht nach hinten aus. Der FCZ-Captain liess sich theatralisch fallen und drehte sich mehrmals am Boden. Schiedsrichter Lukas Fähndrich sah sich die Szene am Videobildschirm an und stellte den GC-Stürmer wegen einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz.

FCZ dreht die Partie

In Überzahl brauchte der FCZ in der 2. Halbzeit nicht lange, um zum verdienten Ausgleich zu kommen. Bereits vor dem plötzlichen 0:1 war das Heimteam besser in der Partie gewesen. Nach der Pause köpfelte Alexander Hack schnell zum 1:1 ein (49.).

Nach einer Stunde war die Partie dann komplett gedreht. Ilan Sauter fasste sich aus der 2. Reihe ein Herz und traf sehenswert zum 2:1. Justin Hammel war bei diesem Abschluss machtlos. GC, das sich zuvor weit zurückgezogen und quasi auf den Gegentreffer gewartet hatte, versuchte danach wieder etwas mehr.

Die goldene Chance auf den Ausgleich bot sich dem Team von Neo-Coach Peter Zeidler dann tatsächlich nur 5 Minuten nach dem 1:2. Torschütze Sauter fällte Dirk Abels im Strafraum, nach Ansicht der Bilder entschied Fähndrich auf Penalty. Doch GC nutzte die goldene Chance nicht – Asp Jensen sah seinen in die Mitte getretenen Versuch von Silas Hubers Fuss pariert.

Von GC kommt zu wenig

Danach fehlte bei GC die Kraft, um in Unterzahl zum ersten Mal in dieser Saison eine Partie nach Rückstand noch zu gewinnen. Auch der eingewechselte Michael Frey konnte keine Akzente setzen. Die Mannschaft zeigte sich unter Zeidler zwar besser organisiert, der bereits 12. Platzverweis in dieser Spielzeit machte aber alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte.

Beim FCZ hingegen dürfte die Erleichterung über den ersten Sieg unter Interimscoach Carlos Bernegger gross sein. Der Coach, der zum ersten Mal ein Derby auf Seiten des FCZ erlebte, erfüllte damit seine Mission, das Team zum direkten Klassenerhalt zu führen.

So geht's weiter

Am Dienstagabend kommt's im Letzigrund zum Abstiegskracher zwischen GC und FC Winterthur. Die Eulachstädter haben sich mit einem Heimsieg gegen Lausanne neuen Mut erkämpft. In der letzten Runde muss GC dann auswärts bei Lausanne-Sport ran. Für den FC Zürich geht's noch gegen den FC Luzern und gegen Servette.

Super League

SRF zwei, «sportflash», 09.05.2026, 20:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel