- Der FC Zürich bezwingt Winterthur in der 5. Runde der Super League auswärts mit 3:1.
- Alle Tore fallen in den letzten 20 Minuten.
- Thun gibt beim 1:1 gegen GC erstmals Punkte ab. Basel schlägt Sion im Tourbillon 1:0.
Gute 70 Minuten lang musste sich das Publikum auf der Schützenwiese gedulden bis zur ersten wirklich gefährlichen Offensivaktion. Doch das Warten hatte sich gelohnt, sowohl Einleitung wie auch Vollendung des 1:0 für den FCZ waren sehenswert.
Umeh Emmanuel, der über weite Strecken grösste Aktivposten in der Zürcher Offensive, tankte sich über die rechte Seite durch und liess zwei Winterthurer stehen. Seine Flanke fand am weiten Pfosten Matthias Phaëton. Der erst 10 Minuten zuvor eingewechselte Franzose nahm den Ball volley und traf souverän. Winterthur-Verteidiger Silvan Sidler verschätzte sich dabei komplett und liess Phaëton zu viel Platz.
Phaëton doppelt nach
Damit schien der Bann gebrochen. In der 80. Minute doppelte FCZ-Stürmer Steven Zuber, der zuvor ungewohnt unauffällig agiert hatte, zum 2:0 nach. Er benötigte zwar zwei Anläufe, würgte den Ball aber noch gekonnt in die Maschen.
Die Schlussphase brachte dann doch noch einen Schub Emotionen. In der 89. Minute köpfelte Christian Gomis Winterthur nach einem Eckball wieder heran. Doch die Hoffnungen der Gastgeber, die in der Nachspielzeit hinten aufmachen mussten, wurden von Phaëton im Keim erstickt: Der 25-Jährige traf nach einem Konter zum 3:1 (95.).
Lahme erste 70 Minuten
Vor den Toren in der Schlussphase hatte das Kantonsderby in der 5. Super-League-Runde wenig geboten. Der zu erwartende Spielverlauf hatte sich auch eingestellt: Der FCZ machte das Spiel, Winterthur begnügte sich mit Defensiv-Arbeit und vereinzelten Konterversuchen. Diese wurden aber von Zürich meist im Keim erstickt – genau wie es Trainer Mitchell van der Gaag nach der Blamage gegen Thun (0:4) vom letzten Wochenende gefordert hatte.
Nach vorne ging beim FCZ aber auch zu wenig. Der erwähnte Emmanuel machte viel Druck über die Seiten, zudem prüfte Bledian Krasniqi nach einer Stunde Winterthur-Goalie Stefanos Kapino mit einem gefährlichen Schlenzer. Ein seltenes Highlight.
So geht es weiter
Die Teams verabschieden sich erstmal in die Länderspiel-Pause. In zwei Wochen darf Winterthur erneut zu Hause antreten, der FC Sion ist am Sonntag zu Gast. Der FCZ empfängt am Samstag Servette im Letzigrund.