Der FC Basel kann die Meisterfeierlichkeiten des FC Thun noch weiter hinauszögern. In den nächsten drei Runden treffen die beiden Teams gleich zweimal aufeinander: Am Samstag in der Stockhorn Arena, am 2. Mai im St. Jakob-Park. Thun braucht in den verbleibenden 6 Spielen noch 7 Punkte, um Basel als nationalen Champion abzulösen – sofern Verfolger St. Gallen nur noch Siege aneinanderreiht.
Der FCB, bei dem Trainer Stephan Lichtsteiner nach der 4. Verwarnung im 13. Spiel eine Sperre absitzt, reist mit viel Selbstvertrauen an. 13 Punkte gab's aus den letzten 6 Super-League-Partien, besser war in dieser Periode kein anderes Team. Zuletzt blieb man dreimal in Folge ungeschlagen.
Koloto oder Ajeti?
Interessant dürfte zu beobachten sein, auf wen das Trainerteam in der Sturmspitze setzt. Die letzten Basler Tore eines Mittelstürmers sind über einen Monat her. Am 1. März schoss Giacomo Koloto seine Farben mit einem Doppelpack zum 2:1-Sieg über Lausanne.
Für das Nachwuchstalent waren es die bisher einzigen Treffer in der obersten Schweizer Liga. Erfolgreich war Koloto zudem im Cup-Viertelfinal, der gegen St. Gallen 1:2 verloren ging. Unter Lichtsteiner mauserte er sich zum Stammspieler. Beim 3:3 gegen YB erhielt zuletzt aber wieder Albian Ajeti den Vorzug.
Interesse aus Strassburg
Aufgrund seiner rasanten Entwicklung geht schnell vergessen, dass Kolotos Super-League-Debüt noch nicht lange zurückliegt. Nur einen Tag nach seinem 18. Geburtstag wurde er erstmals in einem Pflichtspiel der ersten Mannschaft eingesetzt – und zwar beim letzten Duell mit Thun Anfang Februar, das Basel 1:2 verlor.
An der U17-WM in Katar hatte Koloto im Herbst seinen Teil zum Viertelfinal-Vorstoss der Schweiz beigetragen. Mittlerweile ist er bereits in die U21-Nati aufgerückt. Seine erfrischenden Auftritte sollen auch im Ausland nicht unbemerkt geblieben sein: Wie L'Equipe schreibt, hat Racing Strassburg ein Auge auf ihn geworfen.