- Basel und YB liefern sich in der 32. Super-League-Runde im St. Jakob-Park ein Spektakel-Duell, das 3:3 endet.
- Der Ausgleich für die Berner fällt erst in der 91. Minute durch Joker Ebrima Colley.
- In den weiteren Samstagpartien unterliegt Leader Thun in Lugano, Lausanne-Sport bezwingt Schlusslicht Winterthur.
Obschon in der Endabrechnung je ein Punkt auf die Konti von Basel und YB wandert, waren nach intensiven 94 Minuten weder die Gastgeber noch die Gäste zufrieden. Der FCB, weil er die knappe Führung nicht über die Zeit retten konnte. YB, weil der eine Zähler im Bestreben, in der Tabelle Boden auf Basel gutzumachen, nicht viel wert ist.
Wilde Achterbahnfahrt
Die Partie im St. Jakob-Park hatte keine grosse Anlaufzeit benötigt. Bereits in der Startphase lieferten sich die beiden taumelnden Schwergewichte viele knackige Zweikämpfe, zu Beginn mit leichten Vorteilen für den FCB. Es war aber YB, das zuerst jubeln durfte. In der 27. Minute fasste sich Edimilson Fernandes ein Herz, zog aus der Distanz ab und überraschte damit offenbar Marwin Hitz. Der FCB-Schlussmann streckte sich zwar noch, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.
Das Heimteam schüttelte sich kurz, liess sich ob des Gegentreffers aber nicht beirren. Noch vor der Pause gelang dem FCB die Wende:
- 36. Minute: Einen mit viel Effet getretenen Eckball von Xherdan Shaqiri lenkt YB-Verteidiger Sandro Lauper mit der linken Schulter ins eigene Tor – 1:1.
- 41. Minute: Für den schönsten der insgesamt sechs Treffer sorgt Shaqiri höchstpersönlich. Von Bénie Traoré lanciert, zirkelt der FCB-Captain den Ball mit dem Aussenrist kunstvoll in die weite Ecke – 2:1.
Auch Daniliuc trifft ins falsche Tor
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie keineswegs an Unterhaltungswert, im Gegenteil. Beide Teams wussten sich in der Offensive regelmässig in Szene zu setzen, allerdings ging dies auch auf Kosten der defensiven Stabilität. In der 64. Minute war es hingegen allen voran Pech, das zum nächsten Treffer führte. Eine flache Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Alan Virginius wurde von Basels Flavius Daniliuc äusserst unglücklich ins eigene Tor zum 2:2 abgelenkt.
Wie bereits nach dem ersten Gegentreffer liess die Reaktion des FCB aber nicht lange auf sich warten. Der flinke Traoré profitierte in der 68. Minute von einem Aussetzer Saidy Jankos, um die Gastgeber abermals auf die Siegerstrasse zu bringen. Doch das letzte Wort im «Joggeli» hatten die Gäste: Einem Abschluss von Samuel Essende gab Joker Ebrima Colley noch die entscheidende Richtungsänderung zum 3:3-Ausgleichstor.
So geht's weiter
Das Remis hat zur Folge, dass Basel weiter 6 Punkte mehr als YB auf dem Konto hat. Der FCB musste sich in der Tabelle jedoch von Lugano überholen lassen und liegt nur noch auf Platz 4.
In einer Woche gastiert Basel am Samstag beim designierten Meister Thun. Nicht an der Seitenlinie stehen wird dann Stefan Lichtsteiner. Der FCB-Coach kassierte die vierte gelbe Karte und fehlt gesperrt. YB bestreitet am Sonntag ein Heimspiel gegen Servette.