Es war eine ziemliche Überraschung, als der FC Luzern am Montag die Ernennung von Jörg «Udo» Portmann als Nachfolger von Mario Frick als FCL-Trainer kommunizierte. Der 49-Jährige ist ausserhalb der Innerschweiz nur grossen Fussball-Insidern ein Begriff.
Portmann blickt zwar auf rund 20 Jahre Trainererfahrung zurück. Er tat dies aber bislang ausschliesslich im Amateurfussball (Rothenburg, Eschenbach, Cham) sowie in den letzten sechs Jahren in der Luzerner Nachwuchsabteilung – zuletzt bei der U17-Equipe.
«Ich habe mir in dieser Zeit das Know-how erarbeitet, um diesen Schritt mit Überzeugung gehen zu können und erfolgreichen Fussball spielen zu lassen», sagt Portmann im Interview. Druck verspürt der ausgebildete Sportlehrer, der selber nie professionell Fussball gespielt hat, keinen: «Aktuell dominiert die Vorfreude.» Die Aufgabe beim FCL betrachtet Portmann «als grosse Challenge» und verspricht, offensiven Fussball spielen zu lassen.
Meyer: «Portmann ist Wunschlösung»
«Es war ein langer Prozess über sechs bis acht Wochen. Wir wollten uns genügend Zeit nehmen und haben ausführliche Gespräche mit vielen Kandidaten geführt», erklärt FCL-Sportchef Remo Meyer die Entscheidungsfindung, die in der Wahl Portmanns gipfelte. Für Aussenstehende sei er wohl eine überraschende Wahl, aber: «Wir haben ihn in den letzten sechs Jahren eng begleitet. Er hat Cheftrainer-Erfahrung und sehr viel Führungserfahrung. Er konnte uns komplett überzeugen und ist unsere Wunschlösung.»
Meyer beschreibt Portmann als ambitionierten Trainer mit Ecken und Kanten, der seinen «eigenen Kopf» habe und die Klub-Philosophie voll mittrage. Dass der FCL überzeugt ist vom neuen Mann an der Seitenlinie, zeigt die Vertragsdauer: Die Luzerner statteten Portmann mit einem Dreijahresvertrag bis 2029 aus.