Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Erkenntnisse vom SL-Wochenende «Nötige» Rudelbildungen, der russische Cabral und wenig Spannung

Die Super League hat auch an diesem Wochenende diverse Geschichten geschrieben. Wir beleuchten 4 Punkte genauer.

Sittener und St. Galler bestürmen sich gegenseitig.
Legende: Tumulte in der Ostschweiz Sittener und St. Galler bestürmen sich gegenseitig. Freshfocus

Lausanne: Pfosten-Pech und Plakat-Posse

Die Szene stand irgendwie sinnbildlich für die aktuelle Lausanner Baisse: Nach einem kapitalen Fehler von FCZ-Goalie Yanick Brecher hatte Toichi Suzuki vor dem verwaisten Tor die Chance auf den 1:1-Ausgleich – und hämmerte den Ball an den Pfosten. Unvermögen und Pech sorgten bei den Waadtländern zuletzt dafür, dass in der gesamten Rückrunde nur 2 Tore zu Buche stehen.

Video
Archiv: Suzuki trifft nur den Pfosten
Aus Sport-Clip vom 05.03.2022.
abspielen. Laufzeit 46 Sekunden.

Die Fans goutieren dies natürlich überhaupt nicht. Seit Wochen schon, so auch wieder am Samstag beim 0:2 gegen Leader Zürich, fordern sie mit Plakaten die Demission von Sportchef Souleymane Cissé.

Karten, Emotionen, Rudelbildungen: «Das braucht es»

Es ging hitzig zu und her am Sonntag im St. Galler Kybunpark. Ein FCSG-Treffer fiel nach einer Fehlentscheidung, später wurde den Ostschweizern nach einem «Trikot-Zerrer» ein wohl richtiger Penalty zugesprochen (den der Ex-Sittener Bastien Toma verschoss). Beide Szenen hatten erhitzte Gemüter und Rudelbildungen zur Folge – Emotionen hart an der Grenze. So musste Schiedsrichter Urs Schnyder denn auch insgesamt 9 Karten verteilen.

Emotionen gehören zum Fussball, sie können aber auch ausarten und sind dann fehl am Platz. Für Sion-Stürmer Filip Stojilkovic war nach dem 1:1 aber klar: «Es braucht diese Emotionen – auch Rudelbildungen.»

Tschalow auf den Spuren von Cabral

Stürmer werden bekanntlich in erster Linie an ihren Toren gemessen. Und da scheint Basels Winter-Neuzugang Fjodor Tschalow nach seinen ersten 4 «Aufwärm-Partien» in der Liga mit «nur» 1 Assist nun so richtig in Fahrt zu kommen. Dank seinem wuchtigen Treffer beim wichtigen 2:0-Sieg gegen Lugano steht der Russe bei 3 Toren aus den letzten 2 Spielen.

Video
Archiv: Tschalow haut den Ball zur Basler Führung unter die Latte
Aus Sport-Clip vom 06.03.2022.
abspielen. Laufzeit 42 Sekunden.

Eine (nicht kleine) Aufgabe beim FCB für Tschalow ist es, den Abgang des brasilianischen Goalgetters Arthur Cabral vergessen zu machen. Dieser hatte bei seinem Start in Basel im Herbst 2019 gar nur 1 Spiel Aufwärmzeit benötigt, um anschliessend in 2 Partien 3 Mal zu treffen.

... und wieder keine Spannung an der Spitze

Das neutrale Schweizer Fussballerherz wurde in den letzten Jahren selten mit einem spannenden Meisterschaftskampf in der Super League beglückt. Auf die dominanten Jahre des FC Basel mit 8 Titeln in Folge ab 2010 folgte YB, welches sich die letzten 4 Meisterschaften seit 2018 sicherte.

Das Rennen um den Titel war oft schon früh entschieden. Sowohl die Basler als auch die Berner jagten dann meist mehr Punkte- oder Torrekorde als den eigentlichen Titel.

Video
Archiv: Der FCZ gibt sich auch in Lausanne keine Blösse
Aus Sport-Clip vom 05.03.2022.
abspielen. Laufzeit 6 Minuten 24 Sekunden.

Heuer könnte diese Vorherrschaft durchbrochen werden, der FC Zürich glänzt mit 15 Punkten Vorsprung unangefochten an der Spitze. Der Sieg gegen Lausanne war der 12. Vollerfolg aus den letzten 13 Liga-Spielen (1 Unentschieden). Somit haben zwar die Protagonisten gewechselt, Spannung ist an der Super-League-Spitze aber einmal mehr nicht in Sicht.

SRF 3, Abendbulletin, 6.3.22, 17:33 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Ruedi Selig  (RuediS)
    Was für eine beknackte Aussage.. "Rudelbildungen braucht es.." Kompletter Mist! Vielleicht braucht ER das, aber der Fussball und die Zuschauer ganz bestimmt nicht. Wer eine solche Aussage macht, gehört zurück in den Kindergarten oder in ein Anti-Aggressions-Training..
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das ganze VAR Theater wirkt auf die Schiris nur kontraproduktiv und was auffällt ist, dass die Kommunikation Schiri Linienrichter trotz Knopf im Ohr auch nicht besser geworden ist!
    Auch weil die Linienrichter oft bei Abseits nicht da, sind wo sie sollten?
    1. Antwort von Nils Leibacher  (Leibi)
      Dann machen sie es besser!!!
  • Kommentar von Christof Tschudi  (chritsch)
    Die Rudelbildung braucht es definitiv nicht. Erstens untergräbt sie die Autorität des Schiris. Zweitens dient es den Kindern als ganz schlechtes Vorbild im Fussballclub oder auf dem Pausenplatz. Drittens zeugt es von mangelndem Respekt vor dem Gegner, da dieser geschupst, beleidigt, angeschrieben, gestossen usw. wird. Emotionen ja, aber nicht negative und auf den Gegner gerichtete!
    1. Antwort von Samuel Schmid  (d-o)
      Da haben sie vollkommen recht!!!