Als Double-Gewinner hatte der FC Basel die zu Ende gehende Spielzeit euphorisiert in Angriff genommen, 37 Runden später ist die Ernüchterung gross. Nach dem 1:3 gegen St. Gallen ist klar, dass der FCB sämtliche Saisonziele verpassen wird. Keiner der beiden Titel konnte verteidigt werden, in der Europa League war in der Ligaphase Schluss und in der kommenden Spielzeit wird man nicht einmal mehr europäisch spielen.
Klar ist auch bei Präsident David Degen die Enttäuschung gross. «Wir sind weit hinter den gesteckten Zielen geblieben. Es ist eine schwierige Saison», sagt der 43-Jährige im SRF-Interview. «Dass wir nach dem Double-Gewinn die Ziele hoch gesteckt haben, finde ich richtig.» Leider sei es dem Team nicht gelungen, oben mitzuspielen.
Der Präsident stärkt dem Trainer den Rücken
Degen kündigt an: «Wir müssen alles hinterfragen, müssen jeden Stein umdrehen und im Sommer die richtigen Schlüsse ziehen.» Beim FCB würden in den kommenden Wochen und Monaten diverse Personalentscheide gefällt, mit dem Ziel, in der Saison 2026/27 wieder eine konkurrenzfähigere Mannschaft zu stellen, so Degen.
Der FCB-Chef hält indes fest, dass Coach Stephan Lichtsteiner noch fest im Sattel sitze. Dies, obschon der Innerschweizer mit nur 1,11 Zählern pro Spiel nach 18 Partien den schlechtesten Punkteschnitt aller Basler Trainer der letzten 30 Jahre aufweist. «Wir gehen mit Stephan Lichtsteiner in die neue Saison», stellt Degen klar und hält gleichzeitig fest: «Wir sind eine Leistungsgesellschaft und jeder einzelne muss in der neuen Saison liefern.»
Sommer kommt nicht im Sommer
Eine der nächsten Aufgaben für Degen und seine Crew wird sein, einen neuen Sportchef zu finden. Denn Daniel Stucki gibt diesen Posten Ende Saison ab. «Wir wollen jemanden, der während seiner Arbeit hier ein blau-rotes Herz bekommt.»
Ein Personalentscheid ist bereits gefällt. Goalie Yann Sommer kommt im Sommer definitiv nicht nach Basel zurück, um den abtretenden Marwin Hitz zu beerben. «Wir hätten den Transfer gerne realisiert», sagt Degen. Der Präsident ist aber zuversichtlich, dass man im Sommer eine neue Nummer 1 im FCB-Tor präsentieren kann.