Beim 2:0-Sieg der U21-Mannschaft von GC am letzten Sonntag gegen Delémont war Peter Zeidler Zaungast. Der Deutsche schaute sich die Partie des Leaders in der Gruppe 2 der 1. Liga Classic mit einem Hintergedanken an: Sollte sein Team am Dienstag gegen Winterthur die Barrage-Teilnahme absichern, würde die regulär letzte Partie in der Meisterschaft gegen Lausanne in Bezug auf das Ziel Ligaerhalt bedeutungslos. Der Rückgriff auf den Nachwuchs böte sich geradezu an.
Genau so kam es: GC schickte Winterthur mit einem 3:2-Sieg im Letzigrund in die Challenge League. Weil das Barrage-Hinspiel in Aarau bereits am Montagabend steigt, wäre Zeidler schlecht beraten, bei seiner Rückkehr ins Stade de la Tuilière am Samstag die beste Elf auf den Platz zu schicken.
Welche Talente erhalten Auslauf?
Bei der U21 hat sich Zeidler seit seiner Ankunft bei den «Hoppers» bereits bedient. Der 22-jährige Linksverteidiger Nico Rissi, der zuvor erst einen Kurzeinsatz in der ersten Mannschaft vorzuweisen hatte, durfte in den Derbys gegen den FCZ und Winterthur jeweils von Anfang an ran.
Als weitere Kandidaten bieten sich etwa Dominik Papic oder Denis Sahin an. Die beiden Mittelfeldspieler erhielten zuletzt unter Zeidlers Vorgänger Gernot Messner einige Minuten in der Super League.
Keine Zuschauer im Stadion
Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung wird sich GC kaum gefallen lassen müssen. Für Lausanne, das auf Platz 9 liegt, geht es um nichts mehr.
Nicht gerade zu einem Fussball-Leckerbissen beitragen wird ausserdem die Kulisse: Aufgrund von Ausschreitungen beim Léman-Derby in Genf gegen Servette am Dienstag haben die kantonalen Behörden die Waadtländer zu einem Geisterspiel verdonnert.