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Klarer Appell vom GC-Sportchef Sutter: «Man kann den Esel nur bis zum Wasser führen, ...»

GC befindet sich im freien Fall. Nach der 0:4-Heimklatsche gegen Sion kommt einzig der Sportchef zum Interview – und redet Klartext.

Nach dem geschafften Klassenerhalt im Vorjahr über die Barrage hoffte man in GC-Kreisen auf bessere Zeiten. Wie sich inzwischen herausstellte, vergebens.

Die nackten Zahlen lügen nicht. GC ist noch schlechter unterwegs als in der letzten Saison. Standen die «Hoppers» 2024/25 nach 32 Runden noch bei 33 Punkten, so sind es aktuell nach ebenso vielen Spieltagen nur noch 24 Zähler – ein beträchtlicher Unterschied.

2024/25 2025/26
nach 32 Runden 10. GC | 33 Punkte
11. Yverdon | 33 Punkte
12. Winterthur | 27 Punkte
10. FCZ | 34 Punkte
11. GC | 24 Punkte
12. Winterthur | 19 Punkte
nach 38 Runden 10. Winterthur | 40 Punkte
11. GC | 39 Punkte
12. Yverdon | 39 Punkte
10. ?
11. ?
12. ?

Das grosse Glück der Zürcher – anders kann man es kaum ausdrücken – ist, dass der Kantonsrivale Winterthur noch schlechter ist. Mit 27 Punkten – so viele hatte der FCW im Vorjahr nach 32 Runden auf dem Konto – lägen die Eulachstädter heuer vor GC. Doch auch die Ausbeute Winterthurs ist in der laufenden Saison bisher noch einmal um 8 Zähler ärmer ausgefallen.

Kein beruhigendes Polster

Die aktuelle Ausgangslage präsentiert sich folgendermassen: GC liegt auf dem Barrageplatz, ohne grosse Hoffnungen auf Rang 10 und die damit verbundene direkte Rettung (-10 Punkte). Der Vorsprung auf Schlusslicht Winterthur beträgt 5 Punkte. Beruhigend ist dieses Polster in mehrfacher Hinsicht nicht:

  1. Weil in den verbleibenden 6 Runden für GC noch 2 Direktduelle mit Winterthur anstehen, hat auch der FCW sein Schicksal noch in den eigenen Händen.
  2. In der Vorsaison stieg GC mit einem Vorsprung von 6 Punkten auf Winterthur in die letzten 6 Runden. Am Ende lagen die Grasshoppers einen Zähler hinter den Eulachstädtern.

Sutters Appell an die Spieler

Das eine sind die Resultate, das andere die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert. Bei GC stehen inzwischen 5 Niederlagen in Serie zu Buche, die letzten 3 Partien verloren die «Hoppers» mit einem Torverhältnis von 1:14 (!). Nach der 0:4-Heimklatsche am Ostermontag redete Sportchef Alain Sutter Klartext:

Man kann den Esel nur bis zum Wasser führen, trinken muss er selber. Wenn er nicht trinken möchte, verdurstet er.

Die Botschaft ist klar an die Spieler gerichtet. Die sportliche Leitung, darunter Sutter, aber auch Interimstrainer Gernot Messner, könne nur für die bestmöglichen Rahmenbedingungen sorgen, um den Turnaround zu schaffen. «Doch den Schalter umlegen, das können nur die Spieler», sagt Sutter mit Nachdruck.

Die Spieler der Grasshoppers.
Legende: Sportchef Sutter nimmt sie in die Verantwortung die GC-Spieler müssen nun liefern. Keystone/Michael Buholzer

Gemäss dem Sportchef sei der Mannschaft der Ernst der Lage noch nicht ganz klar. «Daran arbeiten wir schon lange. Wir haben nicht mehr viel Zeit, dass die Jungs realisieren, um was es im Fussball geht, nämlich darum, die Zweikämpfe zu gewinnen.»

Am Samstag gegen Winterthur

Die nächste Chance, «aufzuwachen», bietet sich GC am kommenden Samstag ausgerechnet im Direktduell mit Winterthur auf der Schützenwiese. Um den Kreis zu schliessen noch ein letzter Blick zurück auf die Vorsaison: Dazumal kam es ebenfalls am 33. Spieltag zu dieser Affiche. Winterthur gewann mit 1:0 – es war die Initialzündung für die Aufholjagd des FCW.

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Radio SRF 3, Sport, 06.04.2026, 14:00 Uhr ; 

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