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Neues Gesicht auf der FCB-Bank Lichtsteiner: «Ich habe mich schon immer an Titeln gemessen»

Dem neuen FCB-Trainer steht in den kommenden Wochen eine schwierige Aufgabe bevor. Mit dem Druck kann Stephan Lichtsteiner aber gut umgehen.

Stephan Lichtsteiner trat am Dienstag seinen ersten Arbeitstag als Cheftrainer des FC Basel an. Der 42-Jährige, der nach der Entlassung von Ludovic Magnin am Montag vom 1.-Liga-Klub Wettswil-Bonstetten zum Meister stiess, übernimmt eine herausfordernde Aufgabe. Zwar mit Vertrag bis 2029 ausgestattet, gilt es zunächst, den FCB in der laufenden Meisterschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Des Drucks des neuen Jobs ist sich Lichtsteiner bewusst: «Ich habe mich schon als Spieler immer an Titeln gemessen. Damit habe ich daher auch kein Problem.» Man unterschreibe nicht beim FC Basel, wenn man nicht den Willen nach Siegen und Titeln habe. Lichtsteiner holte mit Juventus Turin als Spieler 7 Meistertitel und stand zweimal im Champions-League-Endspiel.

Langfristiges Projekt geplant

Dass der FCB in einer sportlich schwierigen Phase einen auf Profi-Stufe völlig unerfahrenen Trainer engagiert, kam für viele überraschend. Sportchef Daniel Stucki erklärt, dass man mit Lichtsteiner aber schon länger in engem Austausch gewesen sei. Der Luzerner, der in der Vergangenheit schon im Nachwuchs der Basler tätig war, hätte im Sommer die U21 übernehmen und so langsam an das Profi-Geschäft herangeführt werden sollen.

Ich habe bei einem Klub unterschrieben, der gewinnen will und auch muss. Es gilt daher, einen dominanten Fussball zu spielen.
Autor: Stephan Lichtsteiner

Nach Magnins Freistellung wurde er sofort zum Cheftrainer-Kandidaten: «Wir haben uns entschieden, diesen Schritt jetzt ohne U21 zu machen und ein Projekt zu starten.» Von einem Projekt spricht auch Lichtsteiner selbst an der Medienkonferenz wiederholt: «Wir planen längerfristig.»

Wenig Zeit, wichtige Phase

Die Realität ist aber, dass Basel den Erwartungen aktuell hinterherhinkt – und in den nächsten Wochen vier wichtige Spiele vor der Brust hat, angefangen mit dem Heimspiel gegen Pilsen in der Europa League am Donnerstag. Am Wochenende kommt Super-League-Leader Thun in den St. Jakob-Park, ehe am 4. Februar der Cup-Viertelfinal in St. Gallen ansteht. Am darauffolgenden Wochenende steht in der Meisterschaft dann bereits der nächste Klassiker gegen den FC Zürich auf dem Programm.

«Die Herausforderung ist enorm. Es bleibt wenig Zeit zum Vorbereiten», sagt Lichtsteiner. Für die anstehenden Härtetests setzt sich der 42-Jährige zum Ziel, die Mannschaft auf das vorzubereiten, was kommt. Die Spieler sollen ihre Rollen kennen. Dazwischen soll auch das Spiel weiterentwickelt werden: «Wir wollen an einen Punkt kommen, dass man irgendwann meinen Fussball sieht.»

«Dominanten Fussball spielen»

Wie dieser genau aussehen soll, will Lichtsteiner nicht genau sagen: «Die Spielanalyse sollen die Gegner selbst betreiben.» Klar sei jedoch, dass er bei einem Verein unterschrieben habe, der gewinnen will und auch muss: «Es gilt daher, einen dominanten Fussball zu spielen. Darauf arbeite ich hin.»

FCB in 3 Wettbewerben vertreten

Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 26.01.2026, 16:31 Uhr ; 

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