- St. Gallen bezwingt Winterthur nach Rückstand dank eines umstrittenen Elfmeters 2:1.
- Leader Thun bezwingt Luzern 2:1 und feiert den 10. Sieg in Folge.
- Das Abendspiel zwischen Servette und Sion gibt es live auf SRF zwei.
Eine Viertelstunde vor Schluss platzten die Winterthurer Träume vom 4. Saisonsieg und jene von Goalie Stefanos Kapino von der erstmaligen weissen Weste in dieser Spielzeit. In der 76. Minute schweisste FCSG-Stürmer Alessandro Vogt den Ball unter die Latte, nachdem Kapino den Schuss von Carlo Boukhalfa noch hatte abwehren können.
Die beiden Tore von Alessandro Vogt
Vogt provoziert Zuffis Handspiel
Und in der Nachspielzeit kam es knüppeldick für die Elf von Trainer Patrick Rahmen. Der VAR zitierte Schiedsrichterin Désirée Blanco an den Bildschirm. Die Unparteiische ahndete ein Handspiel von Luca Zuffi, der im Zweikampf allerdings von Vogt bedrängt worden war. Der 21-jährige St. Galler Senkrechtstarter liess sich nicht zweimal bitten und erzielte sein 14. Saisontor. Der starke Kapino war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.
Bereits in der ersten Halbzeit hatte Referee Blanco nach VAR-Intervention auf den Punkt gezeigt. Carlo Boukhalfa sah seinen schwach getretenen Versuch von Kapino pariert. Der Grieche hat in dieser Saison schon vier Elfmeter gehalten (Kaly Sène, Philip Otele und Philippe Kény), das ist Liga-Bestwert.
Dem Penalty war ein Gerangel zwischen Lukas Mühl und Vogt vorangegangen. Blanco entschied sich zum Pfiff – ein harter Entscheid, zumal beide Akteure gezogen hatten. Ein schwacher Trost für Winterthur: Der VAR verhinderte das vermeintliche 1:1 durch Vogt in der 70. Minute wegen eines Handspiels.
Burkart vergibt das 2:1 für Winterthur
Ein lange träges St. Gallen verhinderte die Niederlage gegen das aufopferungsvoll kämpfende und oft auch hart auftretende Schlusslicht am Ende doch noch. Winterthur wird sich dagegen noch einige Tage ärgern über diese Niederlage. Die solidarische Defensiv-Arbeit hätte einen Punktgewinn verdient. Die Gäste verpassten gar den Lucky Punch. Joker Nishan Burkart konnte in der 79. Minute beim Stand von 1:1 alleine auf FCSG-Goalie Lawrence Ati Zigi zulaufen, scheiterte jedoch etwas kläglich.
Die Stimmen zum Spiel
Verteidiger Mirlind Kryeziu drosch den Ball unmittelbar vor dem Schlusspfiff über das Tor. So blieb der Führungstreffer von Pajtim Kasami in der 21. Minute der einzige Winterthurer Treffer. Der ehemalige Nationalspieler traf im Anschluss an einen Eckball aus dem Gewühl trocken per Flachschuss.
So geht es weiter
St. Gallen gastiert am Donnerstag bei Leader Thun und spielt am Sonntag zuhause gegen Basel. Winterthur empfängt am Dienstagabend Servette und tritt am Samstag in Sitten an.