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Trainer-Rochade bei GC Sutter: «Begeistert von der Arbeit von Scheiblehner, aber ...»

Einen Tag nach der Entlassung von Gerald Scheiblehner erklärt GC-Sportchef Alain Sutter die Gründe. Auch Neo-Coach Gernot Messner äussert sich.

Man hat lange gewartet bei den Grasshoppers, am Montag dann aber nach der 30. Super-League-Runde doch noch die Notbremse gezogen. Nach 3 Niederlagen in Folge und nur einem Sieg aus den letzten 12 Meisterschaftspartien ist Trainer Gerald Scheiblehner entlassen worden. Ein Entscheid, den sich GC-Sportchef Alain Sutter alles andere als einfach gemacht hat.

In einem Projekt, das sehr schwierig war, hat Scheiblehner hervorragende Arbeit geleistet, ich bin begeistert.
Autor: Alain Sutter GC-Sportchef

«Es ist mir extrem schwer gefallen», gesteht er im Interview mit SRF. Trotz der Negativspirale – nur 24 Punkte aus 30 Partien und dem vorletzten Tabellenrang – habe Scheiblehner in den vergangenen gut 9 Monaten «hervorragende» Arbeit geleistet, wie Sutter betont. «Mit 17 Abgängen und 15 Zuzügen, darunter viele Junge, hatte er es nicht einfach. In einem Projekt, das sehr schwierig war, hat er hervorragende Arbeit geleistet, ich bin begeistert.»

Dennoch wollte man den Abstiegskampf nicht mit dem 49-jährigen Österreicher bestreiten. «Ich hatte das Gefühl, dass es zum jetzigen Zeitpunkt einen neuen Impuls braucht. Wir mussten in der Rückrunde zu viele negative Ereignisse verarbeiten», erklärt Sutter seinen Entscheid.

Doch anstatt einen erfahrenen Feuerwehrmann zu engagieren, der die Super League kennt, setzt man bei den Zürchern auf den eher unerfahrenen Gernot Messner. Der Landsmann von Scheiblehner kam im vergangenen Oktober als Cheftrainer von Graz in die Schweiz und wurde bei GC als U21-Coach installiert.

Für Sutter war aber schnell klar, dass er auf Messner setzen wird. «Er ist zwar noch nicht lange da, aber er ist schon sehr intensiv in den Trainingsbetrieb der 1. Mannschaft involviert. Er kennt die Mannschaft, das ist natürlich ein riesiger Vorteil», rechtfertigt Sutter seinen Entscheid.

Ich stehe für einen Fussball, der sehr ähnlich ist wie jener von Gerald. Natürlich gibt es Kleinigkeiten, die ich anders machen werde, das wird man dann auch sehen.
Autor: Gernot Messner Neuer GC-Trainer

Messner bestätigt diese Aussage: «Ich war bei vielen Analysen dabei und sehr nahe an der Mannschaft. So habe ich mir auch schon ein ganz gutes Bild von der Liga machen können.» Für den 45-Jährigen sei sowohl die Entlassung von Scheiblehner als auch die Anfrage für den Nachfolgeposten überraschend gekommen: «Es war nicht einfach für mich, einen Entscheid zu fällen. Gerald ist ein guter Freund geworden.»

Jetzt fragt man sich natürlich, was Messner, der mit der U21 die gleiche Philosophie wie die 1. Mannschaft zu verfolgen hatte, alles anders machen möchte. Viel lässt sich nicht aus dem Österreicher herauskriegen. «Ich stehe für einen Fussball, der sehr ähnlich ist wie jener von Gerald. Natürlich gibt es Kleinigkeiten, die ich anders machen werde – das wird man dann auch sehen. Aber die bisherige Spielphilosophie trage ich mit», so Messner.

Der Cup als Bonus

8 Spiele bleiben GC in der Super League, um den direkten Abstieg zu verhindern und der Barrage noch aus dem Weg zu gehen. Dazwischen folgt nach dem Abschluss der Hauptrunde noch der Cup-Halbfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy. «Der Klassenerhalt steht über allem. Den Cup sehe ich als Bonusspiel. Es bringt andere Gedanken und Emotionen, es ist ein ‹Goodie› für die Mannschaft», sagt Messner.

Super League

Radio SRF 1, Abendbulletin, 16.03.26, 22:00 Uhr ; 

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