Seit dem 3:2-Sieg über Winterthur in der vorletzten Runde der Super League steht fest: Der Grasshopper Club Zürich bestreitet abermals die Barrage. Um seinem Stammpersonal im Hinblick darauf eine Pause zu verschaffen, schickte GC eine U21-Equipe zum letzten Meisterschaftsspiel nach Lausanne. Diese B-Elf gewann zwar überraschend. Für die Partie von GC II in der 1. Liga Classic gegen den FC Courtételle musste jedoch als Folge daraus Forfait erklärt werden.
Das ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar.
Bei der Swiss Football League (SFL) hatte man am Vorgehen gar keine Freude. Entsprechend äusserte die SFL dezidierte Kritik: «Dass das U21-Team des Klubs nicht zu einem Meisterschaftsspiel der 1. Liga Classic antritt, weil zahlreiche Nachwuchsspieler im Meisterschaftsspiel der Brack Super League gegen den FC Lausanne-Sport eingesetzt werden, ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar», heisst es im Communiqué.
Die sportliche Freiheit bei der Kaderplanung dürfe nicht dazu führen, «dass ein anderes Team desselben Klubs ein angesetztes Meisterschaftsspiel nicht bestreiten kann». Die SFL erachte das Vorgehen von GC als «unsportlich». Besonders problematisch: Courtételle steckt mitten im Aufstiegskampf. Die Liga reagiert nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten auf die Geschichte: Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Mai plane man, das Reglement entsprechend anzupassen. Demnach sollen künftig derartige Vergehen mit disziplinarischen Massnahmen sanktioniert werden können.