- Lausanne gewinnt das Nachtragsspiel der 18. Runde in der Super League auswärts gegen Servette dank eines Treffers von Sékou Fofana mit 1:0.
- Die Gastgeber agieren nach der gelb-roten Karte gegen Mardochée Miguel mehr als eine Halbzeit in Unterzahl.
- Im anderen Mittwochsspiel gewinnt Sion gegen Winterthur 2:0.
Ab der 37. Minute hatte Lausanne plötzlich die Trumpfkarten in diesem Léman-Derby in der Hand. Mardochée Miguel, 18-jähriges Schweizer Offensivtalent in den Reihen Servettes, liess sich im Strafraum der Waadtländer zu einer Schwalbe hinreissen.
Schiedsrichter Sandro Schärer fiel allerdings nicht darauf hinein und zeigte dem Flügelspieler die gelbe Karte. Dummerweise für ihn und sein Team war es schon seine zweite. Miguel büsste teuer für seinen jugendlichen Leichtsinn und flog bei seinem Startelf-Debüt für Servettes Profis vom Platz.
In Unterzahl kamen die «Grenats» kurz vor dem Pausenpfiff zur grossen Chance auf das 1:0, Karlo Letica konnte Lamine Fombas Kopfball aber auf der Linie behändigen. Erst nach dem Seitenwechsel kehrten sich die Stärkeverhältnisse in dieser Partie um.
Ayé lenkt entscheidend ab
Hatte Servette zuvor deutlich mehr Spielanteile gehabt, wagten sich die zurückhaltenden Gäste quasi gezwungenermassen mehr aus dem Schneckenhaus. Zur Führung bedurfte es aber eines Standards und erneuter Mithilfe der Hausherren. Einen Freistoss von Sékou Fofana lenkte der kurz zuvor eingewechselte Stürmer Florian Ayé in der 64. Minute unhaltbar für Goalie Joël Mall ins eigene Tor ab.
Das Team von Trainer Jocelyn Gourvennec steckte jedoch auch nach dem nächsten Rückschlag nicht auf. Praktisch im Gegenzug lenkte David Douline den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten. Die weiteren Offensivbemühungen Servettes verliefen danach aber im Sand. Dass Lausanne mit einem Konter in der Nachspielzeit das 2:0 kläglich verpasste, rächte sich nicht.
Lausanne stoppte mit dem Dreier im Nachtragsspiel zum Jahresauftakt gleich zwei Negativserien: Erstmals nach drei Spielen gab es in der Liga wieder einmal einen Sieg. Das Léman-Derby wurde nach zuletzt zwei Servette-Vollerfolgen und einem Remis ebenfalls nach längerer Wartezeit wieder einmal zur Beute der Waadtländer. Während Servette nur drei Punkte vor GC und dem Barrage-Platz bleibt, rückt Lausanne auf den 7. Tabellenrang vor.
So geht's weiter
Lausanne reist am Samstag nach Bern zu YB. Servette empfängt einen Tag später den FC Zürich.