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Canepa: «Bürgschaft des Bundes würde sehr helfen»
Aus sportaktuell vom 30.04.2020.
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Wegen fehlender Einnahmen Canepa hofft auf Bürgschaft vom Bund

Um die Saisons im Schweizer Profi-Fussball zu Ende spielen zu können, braucht es laut dem FCZ-Präsidenten zwingend finanzielle Hilfe.

Am Donnerstag war Ancillo Canepa nicht als Präsident des FC Zürich im Einsatz, sondern als Mitglied des Liga-Komitees. Das neunköpfige SFL-Gremium diskutierte nach dem Bundesratsentscheid vom Mittwoch, wonach ab dem 11. Mai das Mannschaftstraining wieder aufgenommen werden kann, über mögliche Strategien.

Zählbares schaute dabei noch nicht heraus. Laut Canepa sei der Wille der Liga zur Fortsetzung der Meisterschaften – auch mit Geisterspielen – gross. Er weiss aber, dass es auch Klubs gibt, die einen Abbruch wollen. «Wir werden keinen alleinigen Entscheid fällen, sondern an einer ausserordentlichen Generalversammlung mit allen Klubs abstimmen», so der 66-Jährige.

Es muss finanziell und wirtschaftlich machbar sein.
Autor: Ancillo Canepa

Eine mögliche Weiterführung der Meisterschaft ohne Zuschauer knüpft Canepa gleichzeitig an klare Bedingungen: «Es muss finanziell und wirtschaftlich machbar sein.» Mit jedem Spiel würden die Klubs Verluste einfahren. «Auch für Geisterspiele entstehen wegen der Hygiene- und der Sicherheitsbestimmungen Kosten. Wir haben aber keine Einnahmen.»

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Aus sportaktuell vom 30.04.2020.
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Idee mit Bürgschaft deponiert

Für Canepa ist deshalb klar, dass der Bund dem Schweizer Profi-Fussball hier helfend zur Hand gehen muss. «Ich erwarte nicht, dass der Bund die Kosten übernimmt. Wir arbeiten daran, zusammen mit einem Finanzierungspartner einen Stabilisierungsfonds für alle Klubs auf die Beine zu stellen. Die Voraussetzung wäre, dass der Bund eine Bürgschaft leisten würde.»

Damit die Klubs die nächsten Monate überleben können, sei laut Canepa ein tiefer dreistelliger Millionenbetrag nötig. Die Idee mit der Bürgschaft sei deponiert und werde nun diskutiert. «Natürlich ist Fussball nicht systemrelevant, aber es ist ein trauriger Alltag ohne Fussball. Es wäre ein gesellschaftspolitischer Entscheid.»

sportaktuell, 30.04.20, 22:15 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    Wenn Geisterspiele über dieses Jahr weitergehen sollten, wäre das der Tod des Profisports und der Profivereine, weltweit. Aber wäre das so schlimm? In dieser Welt verhungern Menschen und Sportstars kassieren horrende Prämien. Wäre es da nicht an der Zeit, das eine Gesundung eintritt und weltweit der gesamte überbezahlte Profisport eingeht, es nur noch Amateur- und Breitensport geben wird inskünftig? Die horrenden Stargelder könnten dann gegen Hunger und Elend in der Welt gespendet werden.
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  • Kommentar von Cornelia Back  (momorge)
    Hilfe vom Bund für den FCZ, sonst gehts aber noch?
    Die paar Fans im Stadion werden ein anderes Hobby finden, das Leichtathtletikstadion steht ja schon.
    Crowdfunding oder potente Sponsoren bieten sich an, sonst gibts halt ein Clübli weniger in der 'Superleague'.
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  • Kommentar von Beat Born  (bbmdo)
    In dieser Krise wird nur deutlich,dass die Profivereine kaum wie eine seriöse Firma wirtschaften. Wie willst Du mit 4000-5000 Zuschauern plus Catering,Sponsoring und Fernseheinnahmen einen Betrieb finanzieren mit 30 -35 Profis(Spieler,Trainer und Staff) plus Vereinsangestellte? Rücklagen? Wie?Prämien warum? Die haben ja ihren Lohn,die Getränke und Verpflegung müssen sie ja kaum selber bezahlen. Ist der Verein erfolgreich,gibts vielleicht Bonus. Wie in der Wirtschaft...
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