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Marcel Koller und Michel Renggli nehmen den Schweizer Auftritt unter die Lupe
Aus Sport-Clip vom 17.06.2021.
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Marcel Koller mit Nati-Check «Es ist nicht immer einfach, auf Knopfdruck liefern zu müssen»

Marcel Koller blickte bei seinem Besuch im SRF-EURO-Studio nochmals zurück auf den dürftigen Schweizer Auftritt gegen Italien – und vor allem voraus.

Marcel Koller war auch schon als Nationaltrainer bei einer EM-Endrunde engagiert: vor 5 Jahren an der Seitenlinie der Österreicher. Was also rät er dem Schweizer Coach Vladimir Petkovic, der nach einem ernüchternden Start bei der EURO 2020 seine Schützlinge zurück in die Spur bringen muss?

«Das Entscheidende ist jetzt, dass er selbst ruhig bleibt und rund um das Team wieder Ruhe einkehrt», beurteilt der 60-Jährige. Denn sobald aus dem Innenleben Vorwürfe auftauchen – wie das nach dem 0:3 gegen Italien geschehen sei –, werde das Unterfangen schwierig, da seien Unruhen nicht mehr weit weg.

Marcel Koller über Vladimir Petkovic stehend lachend nebeneinander.
Legende: Marcel Koller über Vladimir Petkovic Der Zürcher weiss genau, wie sich der Schweizer Nationalcoach jetzt fühlen muss. Keystone

Eine differenzierte Einschätzung

Koller, der am Donnerstag im SRF-Studio die EM-Partien verfolgte, meint bei einem Rückblick auf den Vorabend: «Man hätte durchaus anders spielen können, auch wenn man berücksichtigen muss, dass sich die Italiener auf einem absoluten Top-Level bewegen.» In seinen Augen gestand die Nati dem Gegner deutlich zu viel Raum zu und konnte nicht die nötige Aggressivität aufbauen.

Allzu hart mochte der erfahrene Trainer die Schweizer Auswahl aber nicht kritisieren. «Um ein richtiges Urteil abgeben zu können, müsste man vor Ort sein», gibt er zu bedenken. Und obschon man als Profifussballer mit hohem Salär in der Pflicht stehe, «ist es eben nicht immer einfach, auf Knopfdruck liefern zu müssen», bemerkt Koller. Gleichwohl müsste es möglich sein, dass Einzelne über die Leistungsgrenzen hinausgehen und die Teamkollegen mitreissen.

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Koller: «Am Warten bis das Richtige kommt»
Aus Sport-Clip vom 17.06.2021.
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SRF zwei, sportlive, 17.06.2021 17:15 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Jochen Müller  (Jochen)
    Die Nieder rlage der Schweizer Nationalmannschaft zeichnete sich schon beim Absingen der Nationalhymne ab. Während die Italiener mit Inbrunst ihre "Italia" sangen, gab es bei den Schweizern ein mehrheitliches "mmm, mmm"
    1. Antwort von Niklad Möckli  (Niklasmoeckli)
      Das ist doch sowas von nebensächlich! Jeder Fussballspieler würdigt sein Land auf seine eigene Weise, die einen mit singen die anderen nicht!
      Wenn Sie die ganze Zeit nur solche belanglosen Details kritisieren, anstatt die Mannschaft eifach mal zu unterstützen, dann sehen müssen sie sich die Spiele ja auch nicht anschauen!
  • Kommentar von Hans Maag  (Maag Hans)
    Durchaus vorstellbar, dass Koller auf das Amt des Nati-Trainers spekuliert. Und er dürfte nicht der einzige sein.
    1. Antwort von Édouard Biot  (Tcheou-li (expert))
      Ich glaube, der nächste Trainer sollte einen offensiven, variablen und mutigen Fussball spielen lassen. Wir haben mit Embolo, Vargas, Mbabu etc. das nötige Spielermaterial dazu.

      Ich tippe auf einen wie Wicky, auch wenn's nach seinen Klub-Misserfolgen kurios tönt, aber er hat eine Nati-Vergangenheit und ist immer noch ein Trainer-Versprechen.
    2. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      Koller hat klar zum Ausdruck gebracht, er möchte einen Verein trainieren und kein Nationalteam. Zur Aussage @Biot: wir haben schlicht nicht das Spielermaterial für offensiven Fussball. Zudem widerspiegelt die aktuelle (EM-)Situation das Niveau der Schweizer Nati: wir sind nicht besser! Punkt. Alles andere sind zu hohe Erwartungen seitens Medien, Fans und Nicht-Fans sowie selbsternannter Fussballfachleute! Petko ist erfolgreicher als alle anderen Nati-Trainer zuvor (Punkteschnitt 1.92)!