Zum Inhalt springen

Header

Video
Petkovic: «Habe nie daran gezweifelt»
Aus Sport-Clip vom 20.06.2021.
abspielen
Inhalt

Nati-Coach mit gutem Händchen Wie Shaqiri, Seferovic und Co. Petkovics Vertrauen zurückzahlten

Das überzeugende 3:1 der Schweiz an der EURO gegen die Türkei war auch ein Erfolg des Coachs. Er hatte das richtige Händchen.

«Ich werde im Training schauen, wer mental bereit ist für diesen Kampf», hatte Vladimir Petkovic nach dem enttäuschenden 0:3 gegen Italien in Rom mit Blick auf das letzte EURO-Gruppenspiel gegen die Türkei gesagt. Diverse Wechsel forderten Fans und Presse in den folgenden Tagen vom Nationalcoach. Fabian Schär, Kevin Mbabu, Ricardo Rodriguez, Xherdan Shaqiri, Haris Seferovic – ja eigentlich hätte Petkovic fast beliebig rotieren können. Es drängten sich einige Anpassungen auf.

Letztlich beschränkte sich der Trainer auf zwei Spieler, die er austauschte: Schär und Mbabu wurden aus der Mannschaft rotiert, Steven Zuber und Silvan Widmer standen in der Startelf. Während Widmer Mbabu auf Rechtsaussen 1:1 ersetzte, übernahm Zuber auf links die Position von Rodriguez, der seinerseits anstelle Schärs die Dreierabwehrkette komplettierte.

Ansonsten vertraute Petkovic seiner Startelf von Rom – und die Spieler zahlten es ihm beim überzeugenden 3:1 gegen die Türkei mit Leistung zurück. Sie waren mental bereit für den Kampf.

Ich habe denen mein Vertrauen gegeben, die das Vertrauen verdienen.
Autor: Vladimir Petkovic

In der Retrospektive zeigt sich, dass Petkovic vor allem auf 4 Positionen ein gutes Händchen bei seinen Personalentscheiden gehabt hat:

  • Seferovic: Seit satten 684 Minuten hatte der Stürmer an Endrunden nicht mehr getroffen. Gegen die Türkei gelang ihm bereits in der 6. Minute der wichtige Führungstreffer. Das Festhalten Petkovics an ihm zahlte sich früh aus.
  • Zuber: Er hatte in der Offensive viel mehr Einfluss als Rodriguez in den Partien zuvor. Der Frankfurter bereitete alle Schweizer Tore vor und ging auch einige Male in den Abschluss.
  • Widmer: Er machte auf rechts seine Seite dicht und zeigte einen gelungenen Auftritt. Der FCB-Spieler trat auch offensiv das eine oder andere Mal in Erscheinung.
  • Shaqiri: In den ersten beiden Partien war ihm die mangelnde Spielpraxis sehr gut anzumerken. Der «Kraftwürfel» war saft-, kraft- und einflusslos. Dennoch schenkte ihm Petkovic auch gegen die Türkei das Vertrauen. Und plötzlich war Shaqiri wieder der «Zauberwürfel». Zwei herrliche Tore und zahlreich weitere Chancen spielte der Liverpool-Reservist heraus.

Er habe nie daran gezweifelt, dass diese Spieler sein Vertrauen zurückzahlen würden, sagte Petkovic nach dem Sieg in Baku gegenüber SRF. Und der 57-Jährige ergänzte: «Ich habe denen mein Vertrauen gegeben, die das Vertrauen verdienen.»

Video
Schweiz schlägt Türkei im Showdown
Aus Sport-Clip vom 20.06.2021.
abspielen

SRF zwei, sportlive, 20.6.21, 18:00 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Frankie Otero  (Nick Name)
    In der Offensive deutlich verbessert, da traten sie als Einheit auf, in der Defensive hingegen liegt noch einiges im Argen. Rodriguez ist leider, leider nur noch ein Schatten seiner selbst, er liess sich mehrfach richtig vorführen. Bitter, ihn so zu sehen. Allerdings werden die Verteidiger auch oft im Stich gelassen von den Mittelfeldspielern und Stürmern, die immer wieder Geleitschutz statt Kampf bieten. Quatscht Euch nochmals aus, scheint ja zu helfen! ;-)
  • Kommentar von Frankie Otero  (Nick Name)
    «Ich habe denen mein Vertrauen gegeben, die das Vertrauen verdienen.»
    Eine heikle Aussage, denn im Umkehrschluss hiesse das, dass alle Spieler, die nicht zum Einsatz kamen, KEIN Vertrauen verdienen. Das dürfte nicht nur Schär und Mbabu irritieren, die in den vorangegangenen Spielen auch nicht schlechter spielten als gewisse Schlüsselspieler, sondern auch all jene, die bislang nie wirklich die Chance erhielten zu zeigen, was in ihnen steckt. Ich denke da u.a. an Gavranovic oder Fassnacht.
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    @ von Wartburg - Sie können das CH-Publikum nicht in einen Topf werfen. Die einen goutieren schlechte Leistungen wie gegen Italien nicht - da sei die Frage gestattet inwiefern diese mit dem "Verhalten", oder dem Trainerstab, oder der Taktik, oder sonst was zusammenhängen könnte (konjunktiv), andere nörgeln aus Prinzip oder weil sie zu viel Zeit haben mit der sie nichts anzufangen wissen; dann gibt's noch Millionen die sich keinen Deut darum scheren, was 11 Männchen zusammenstüpfen.... ;-))