«Die Anspannung war gross. Es stand für uns sehr viel auf dem Spiel», äusserte sich Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso nach dem 2:0-Sieg gegen Nordirland in den WM-Quali-Playoffs. Durch den Heimerfolg in Bergamo sind die «Azzurri» dem langersehnten WM-Ticket einen Schritt näher gekommen. Zur Erinnerung: Italien verpasste die letzten beiden Austragungen in Russland 2018 und Katar 2022.
Wenig überraschend war Gattuso auch die Leistung seines Teams ziemlich egal. «Es ging nicht in erster Linie darum, gut zu spielen. Es ging darum, den Sieg nach Hause zu holen», so der 48-Jährige. Bis in die 56. Minute stand es 0:0, ehe Sandro Tonali die Italiener mit einer schönen Direktabnahme erlöste.
- Bosnien – Italien
Am Dienstag folgt für Italien nun der Final gegen Bosnien – der Sieger dieses Duells, das in Zenica (BIH) stattfindet, wird an der WM 2026 Gruppengegner der Schweiz. Während es für Italien die 19. WM-Teilnahme wäre, spielt Bosnien um sein 2. WM-Ticket. 2014 war für Bosnien bei der WM in Brasilien nach der Vorrunde Schluss.
Die letzte Begegnung, die vor knapp 2 Jahren im Rahmen eines Testspiels stattfand, gewannen die Italiener mit 2:0. Ob sich die «Azzurri» deshalb über den Sieg Bosniens gegen Wales gefreut haben? Auf X kursiert ein Video, das zeigt, wie Federico Dimarco & Co. nach Bosniens Erfolg jubeln. Vermutlich hat sich Dimarco aber auch einfach für seinen Ex-Inter-Teamkollegen und Bosnien-Captain Edin Dzeko gefreut.
- Kosovo – Türkei
Historisches könnte sich am Dienstag in Pristina ereignen. Sollte der Kosovo das Endspiel gegen die Türkei für sich entscheiden, ist die 1. Teilnahme an einem grossen Turnier Tatsache. Der Sieger zwischen dem Kosovo und der Türkei bekommt es bei der WM 2026 mit Co-Gastgeber USA, Paraguay und Australien zu tun.
Die Kosovaren, trainiert von Ex-FCZ-Coach Franco Foda und gespickt mit zahlreichen (Ex-)Super-League-Spielern, schalteten im Playoff-Halbfinal die Slowakei dramatisch mit 4:3 aus. 3 Tore innert 25 Minuten nach der Pause machten letztlich die Differenz.
- Schweden – Polen
Die Schweden kämpfen um ihre 2. WM-Teilnahme in den vergangenen 20 Jahren. Setzen sie sich gegen Polen durch, treffen sie bei der WM 2026 auf die Niederlande, Japan und Tunesien.
Die Affiche in Solna wird auch das Aufeinandertreffen zweier Stürmerstars: Viktor Gyökeres und Robert Lewandowski. Gyökeres erzielte beim 3:1 im Playoff-Halbfinal gegen die Ukraine sämtliche Tore für sein Team, Lewandowski traf beim 2:1 gegen Albanien zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
- Tschechien – Dänemark
Um eine sehnlichst erwartete WM-Teilnahme spielt auch Tschechien. Bei den letzten 4 Weltmeisterschaften waren die Tschechen jeweils zum Zuschauen gezwungen.
Auf die Mannschaft des 74-jährigen Trainers Miroslav Koubek wartet jedoch eine happige Aufgabe. In Prag gilt es, die Hürde Dänemark zu überwinden. Der letzte Sieg gegen die Dänen datiert vom 27. Juni 2004 (3:0 an den EM 2004 in Portugal). Der Gewinner des Duells spielt in der WM-Gruppe A gegen Mexiko, Südafrika und Südkorea.