Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Titelverteidiger YB entthront «Double» perfekt: Servette Chênois nach Cupsieg auch Meister

  • Servette Chênois ist zum 3. Mal Schweizer Meister und gewinnt dank des Cupsiegs im März das «Double».
  • Nach dem 2:1 im Playoff-Final-Hinspiel gewinnen die Genferinnen in der Women's Super League auch das Rückspiel zuhause im Stade de Genève mit 2:0.
  • Magdalena Sobal und Paula Serrano erzielen die Tore zum Meistertriumph.

Der Meisterpokal ist nach einem Jahr Pause zurück am Genfersee – und das hochverdient. Servette Chênois war nicht nur in der Qualifikation hochüberlegen (nur 1 Niederlage in 18 Spielen, 11 Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte YB), auch in den Playoffs blieben die «Grenats» als einziges Team ohne Niederlage.

Frauenfussballmannschaft in roten Trikots feiert Tor auf dem Spielfeld.
Legende: In dieser Spielzeit eine Klasse für sich Die Spielerinnen von Servette Chênois. Keystone/Salvatore di Nolfi

Für die Genferinnen ist es der 3. Meistertitel der Klubgeschichte nach 2021 und 2024, während YB die Titelverteidigung aus dem Vorjahr verpasste. Und weil Servette auch den Cup gewann, ist das «Double» perfekt.

Matchplan nach 80 Sekunden Makulatur

«Es ist extrem wichtig, dass wir gut ins Spiel kommen und lange die Null halten», meinte YB-Trainerin Imke Wübbenhorst noch vor der Partie. Schliesslich galt es, die 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel vor 4 Tagen nicht noch anwachsen zu lassen. Nach 80 Sekunden war der Matchplan aber bereits Makulatur.

Wie schon im Final-Hinspiel in Bern schlugen die Genferinnen früh zu. War es am Montag Therese Simonsson, die Servette nach 5 Minuten in Führung gebracht hatte, stellte nun Magdalena Sobal die Weichen schon in der 2. Minute auf Sieg. Ascension Martinez brachte den Ball von der linken Seite ins Zentrum, wo die Polin sich um die eigene Achse drehte und kaltblütig abschloss.

YB weitgehend harmlos

Just in dem Moment, als man den Eindruck hatte, YB hätte sich langsam gefangen, schlugen die Calvinstädterinnen erneut kaltblütig zu. YB-Kapitänin Laura Frey konnte eine Hereingabe nur in die Füsse von Paula Serrano klären, diese liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 2:0 (17.). Serrano hatte bereits im Cupfinal gegen YB Ende März das goldene Tor zum 1:0-Erfolg erzielt.

YB verzeichnete die erste nennenswerte Offensivszene erst kurz vor der Halbzeitpause. Malaurie Granges scheiterte mit ihrem Abschluss aber an Servette-Torhüterin Mickaela Bottega. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Bernerinnen auch bereits 0:3 in Rückstand liegen können, vergaben doch Simonsson und Sobal binnen wenigen Sekunden aus jeweils aussichtsreicher Position (24.).

Servettes Abwehrbollwerk hält

Auch in der 2. Halbzeit biss sich YB weiter die Zähne am Abwehrbollwerk von Servette aus, das in 18 Quali-Spielen 5 und in 6 Playoff-Spielen 2 Gegentore zuliess. Überhaupt bleiben die Genferinnen ein Angstgegner für YB: Seit 2019 konnten die Bernerinnen in 22 Anläufen nie gegen Servette gewinnen.

Weil auch Servette offensiv nicht mehr allzu viel zustande brachte und nicht mit der allerletzten Konsequenz den 3. Treffer suchte, plätscherte die Partie weitgehend ereignislos dem Ende entgegen. Einzig ein Lattenschuss von Elodie Nakkach sorgte noch einmal für ein Raunen im Stadion (87.). Danach konnte die Meisterparty steigen.

Resultate

SRF zwei, sportlive, 29.05.2026, 18:40 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel