- In den Playoff-Viertelfinals der Women's Super League können am Samstag die Aussenseiterinnen die Hierarchie nicht stürzen.
- Die Top-Teams Servette und YB gewinnen ihre Hinspiele bei Aarau bzw. Rapperswil-Jona allerdings nur je mit 1 Tor Differenz.
- Im Duell mit 2 Equipen eher auf Augenhöhe legt der FC. St. Gallen in der Ostschweiz mit 1:0 vor.
Einen Tag nach dem Viertelfinal-Prolog mit dem Zürcher Derby, in dem die FCZ Frauen im Letzigrund gegen die Grasshoppers mit 2:0 hatten vorlegen können, lancierten auch die anderen 6 Teams die Playoffs in der Women's Super League.
Dabei setzte es für die beiden Top-Teams Servette und YB alles andere als deutliche, bereits vorentscheidende Verdikte ab: Die Genferinnen mühten sich in Aarau zu einem 2:1, YB feierte in Rapperswil-Jona einen 1:0-Minisieg. Auf dem Papier kündigen sich also spannende Rückspiele an, auf dem Rasen dürfte in einer Woche aber doch Klarheit herrschen. Denn die Favoritinnen haben beide noch ihr Heimspiel vor der Brust, und die Stärkeverhältnisse sind im hiesigen Fussball doch klar umrissen.
Kleiner Schuss vor den Bug für Servette
Aarau, das gerade noch so in die Playoffs gerutscht war, verkaufte seine Haut gegen Servette unerwartet teuer. Und die Gastgeberinnen kämpften aufopferungsvoll. In der 90. Minute schaffte es Alketa Rama, auf 1:2 zu verkürzen. Für ihren Torerfolg zum Schlussergebnis auf dem Sportplatz Schachen kassierten ihre Farben Szenenapplaus.
Nach je einem verschossenen Penalty hatte Cristina Libran Quiroga kurz vor der Pause die Partie in gewünschte Bahnen gelenkt. Magdalena Sobal erhöhte in der 78. Minute auf 2:0. Aber die Genferinnen kassierten für ihren allzu nonchalanten Auftritt noch einen Denkzettel.
Ein mickriger Torerfolg für YB
Die amtierenden Meisterinnen aus Bern lancieren ihre Mission Titelverteidigung aus der Rücklage heraus. So hatten sie in der Regular Season nach 18 Matches 11 Punkte weniger auf dem Konto als Quali-Sieger Servette, und Gelb-Schwarz musste sich auch im Cupfinal den Genferinnen geschlagen geben.
Zum Playoff-Auftakt bekleckerte sich die Equipe von Trainerin Imke Wübbenhorst wie Servette nicht mit Ruhm. Beim Tabellen-7. Rapperswil-Jona, dem YB in der Vorrunde um volle 20 Zähler voraus gewesen war, resultierte ein mageres 1:0. Maja Jelcic sorgte in der 39. Minute in der Rosenstadt für den einzigen Treffer der Partie.
Mehr Brisanz liegt im Kräftemessen zwischen St. Gallen (6. nach der Qualifikation) und dem FC Basel (3.). Hier entschieden die Ostschweizerinnen vor eigenem Anhang das Viertelfinal-Hinspiel ebenfalls äusserst knapp mit 1:0 zu ihren Gunsten. Yael Aeberhard erzielte nach gut einer Stunde das goldene Tor.
So geht es weiter
3 Rückspiele sind für den Freitag, 1. Mai, angesetzt. Das Duell YB vs. Rapperswil-Jona wird erst einen Tag später in der Bundesstadt ausgemacht. Im SRF-Liveprogramm figuriert nächsten Freitag die Partie zwischen dem FC Basel und St. Gallen, die wir Ihnen ab 18:45 Uhr live auf SRF zwei bzw. in der Sport App zeigen.