Fast 7 Jahre. So lange ist es her, dass die YB Frauen letztmals gegen Servette Chênois gewinnen konnten. Reisst diese schwarze Serie ausgerechnet im Rückspiel des Playoff-Finals? Und erst noch auswärts?
Denn nach dem 1:2 im Hinspiel muss das Team von Trainerin Imke Wübbenhorst mindestens ein Tor mehr schiessen als die Genferinnen, um überhaupt die Verlängerung zu erreichen. Dem von Cristian Toro gecoachten Servette Chênois winkt demgegenüber der 3. Meistertitel nach 2021 und 2024.
Eine Heimmacht
Die letzte Heimniederlage kassierte Servette Chênois vor 14 Monaten (gegen GC). Diese Saison resultierten vor eigenem Anhang in elf Spielen (inkl. Playoffs) zehn Siege. Einzig ein 0:0 im November gegen Basel trübt die sonst perfekte Heimbilanz.
Im Hinspiel hatten die Berner Titelverteidigerinnen lange Zeit Mühe, selbst das Spiel zu machen. Genau das ist am Freitag aber gefordert. Captain Laura Frey verlangt vom Team etwas mehr Überzeugung. Giulia Schlup freut sich, dass die YB-Chancen dank des «enorm wichtigen» Anschlusstores intakt sind: «Wir wissen: Wir sind dran.»
Kraft kann YB aus der Erinnerung an den letztjährigen Final schöpfen. Damals verloren die Bernerinnen das Hinspiel gegen GC ebenfalls und holten schliesslich den Titel im Rückspiel nach Penaltyschiessen.