Für die norwegischen Biathleten wird der Weltcup im deutschen Oberhof (ab Donnerstag) ganz anders als sonst: Es herrscht Trauer statt Vorfreude. Der tragische Tod ihres Kameraden Sivert Guttorm Bakken ist noch in den Köpfen.
Die Norweger suchen beim Jahresauftakt gut zwei Wochen nach der Tragödie nach Normalität. «Das Wichtigste ist jetzt, aufeinander achtzugeben und dafür zu sorgen, dass die Athleten nach einer anspruchsvollen Weihnachtszeit eine positive Erfahrung machen», sagte Norwegens Teammanager Per Arne Botnan.
Besonders für Isak Frey wird es nicht einfach. Der Norweger rückte für seinen verstorbenen Teamkollegen nach. «Die ganze Situation ist einfach furchtbar. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich Siverts Platz einnehmen soll, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass dies der beste Weg ist, ihn zu ehren», sagte der 22-Jährige.
Noch ist unklar, wie Bakken so plötzlich starb. Die endgültigen Ergebnisse der Autopsie könnten erst am 7. März vorliegen. Bakken war mit anderen Teamkollegen zum Training in Italien. Bei seinem Auffinden trug er eine Höhenmaske.