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Curling-Team Hösli an WM Gold-Coup der Schweizerinnen als Inspiration für WM-Debütanten

Skip Marco Hösli und sein Glarner Team vertreten die Schweiz in Ogden im Bundesstaat Utah erstmals an einer Curling-WM.

Justin Hausherr, Simon Gloor, Marco Hösli und Philipp Hösli, der die letzten beiden Steine abgibt, treten seit 3 Jahren in dieser Besetzung an. Gloor, mit 28 Jahren der älteste des Quartetts, war damals zum Team gestossen – die anderen 3 spielen schon länger zusammen.

Philipp und Marco Hösli sind Brüder. Ihr Grossvater hat als erster aus der Familie mit dem Curling begonnen, worauf seine 3 Söhne nachzogen. Einer davon ist Rolf Hösli, der Vater von Philipp und Marco, der gleichzeitig seit 2016 ihr Trainer ist.

Zuvor hatte er andere Teams gecoacht. Philipp Hösli sieht in dieser speziellen Konstellation sehr viele Vorteile, «da wir uns sehr gut kennen. Bis jetzt hat es gut funktioniert.» Hausherr ergänzt: «Er kann das Ganze sehr gut trennen.»

Der geborene Skip

Dass Marco Hösli der Skip des Teams ist, passt insofern, als er Strategiespiele mag: «Ich fand es schon als Kind interessant, taktisch und strategisch vorauszuplanen.» Als eine Stärke von ihm bezeichnet er zudem, das Eis zu lesen und sich zu merken, wie sich die Spuren darauf verhalten.

Wieso spielt er nicht wie die meisten Skips die letzten beiden Steine? «Hauptsächlich, um die Verantwortung etwas zu verteilen. So wie wir es jetzt gelöst haben, ist es einfacher, sich auf seine Hauptaufgabe zu konzentrieren.»

Lead Hausherr versucht, Lockerheit ins Team zu bringen, «wenn wir angespannt sind.» Second Gloor ist gemäss Philipp Hösli emotional am ausgeglichensten: «Das tut mir immer gut, wenn es knappe Spiele sind.»

Gegen Olympia-Bronzemedaillengewinner durchgesetzt

Die Glarner Equipe hat sich ihr WM-Debüt an den Schweizer Meisterschaften Ende Februar in Bern hart erkämpft. Im Final nach dem Best-of-3-Modus gegen das Team um Skip Yannick Schwaller verloren sie die erste Partie deutlich 1:6, ehe sie das zweite Spiel nach Zusatzend mit 6:4 gewannen und das dritte 5:4.

Schwaller und Co. hatten zuvor an den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo nach einer makellosen Round Robin die Bronzemedaille geholt.

Medaille im Hinterkopf

Das Quartett ist am Dienstag in die USA gereist. Der erste Gegner ist in der Nacht auf Samstag Schweizer Zeit Polen. Jedes Team bestreitet in der Round Robin 12 Spiele – die ersten 2 Equipen erreichen direkt die Halbfinals, die Teams auf den Plätzen 3 bis 6 bestreiten die Viertelfinals.

«Eine Medaille ist irgendwo im Hinterkopf, aber wenn wir die Playoff-Qualifikation schaffen, sind wir schon relativ glücklich damit», sagt Marco Hösli. Eine Inspiration sind die Schweizer Frauen um Skip Xenia Schwaller, die bei ihrem WM-Debüt sensationell Gold geholt haben.

«Das gibt schon etwas Drive», erklärt Gloor. «Ich hoffe, wir können diesen mitnehmen und so weiterfahren für die Schweiz.» Ob das Team nach dem Turnier zusammenbleibt, ist noch offen. Zuerst gilt der gesamte Fokus der WM.

Resultate

SRF zwei, Sportflash vom 18.3.2026, 23:40 Uhr ; 

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