Zwei Wochen bereitete sich die Schweizer Handball-Nati auf die EM in Dänemark, Norwegen und Schweden vor. Am Freitag beginnt das Abenteuer in Oslo mit dem ersten Gruppenspiel gegen die Färöer – endlich, wenn es nach Andy Schmid geht. «Wir sind froh, dass es losgeht», sagt der Trainer.
Schmid sieht sein Team für die Auftaktaufgabe gerüstet. Auch, weil er personell aus dem Vollen schöpfen kann. Alle 18 Spieler sind bereit für das Turnier, an dem das Erreichen der Hauptrunde das erste Ziel ist. «Ich habe ein richtig gutes Gefühl. Jetzt geht es darum, das auf die Platte zu bringen», so Schmid.
«Tricky Spiel» gegen disziplinierte Färinger
Ein Sieg im ersten Spiel wäre in der ausgeglichenen Gruppe (die weiteren Gegner heissen Slowenien und Montenegro) eminent wichtig, das Wort «Schlüsselspiel» geistert seit Tagen durch die norwegische Hauptstadt. Schmid spricht von einem «tricky Spiel» und einem möglichen «Dosenöffner» gegen die Färöer. Nikola Portner geht noch etwas weiter: «Die Partie wird den weiteren Turnierverlauf bestimmen.»
Gemäss dem Nati-Goalie erwarten die Schweiz viele 6-gegen-7-Situationen, weil die Färinger im Angriff den Goalie auswechseln. «Es ist eine Mannschaft, die sehr diszipliniert ist und mit einem klaren Konzept auftritt. Es braucht Geduld, wir müssen uns an den Plan halten», sagt er.
Dies ist auch Schmid wichtig. Vor allem in der Defensive sei Geduld gefragt. Der Coach legt Wert darauf, dass seine Mannschaft zu mehr Konstanz findet und in schwierigen Momenten nicht den Kopf verliert. «Wir wollen die Dellen in unserem Spiel besser überstehen. Das ist der nächste Entwicklungsschritt», meint er.
Ein zusätzlicher Faktor könnte das Publikum werden. Die handballbegeisterten Färinger dürften in der Halle die klare Mehrheit bilden und ihre Mannschaft lautstark anfeuern. Für Portner eine zusätzliche Motivationsspritze: «Ich hoffe, dass uns das mehr pusht als dass es Druck aufsetzt.»