Mit zwei deutlichen Siegen gegen Bosnien-Herzegowina und Italien sind die Schweizer Handballerinnen im vergangenen Oktober formidabel in die EM-Qualifikation gestartet.
Damit steht die Tür zur Endrunden-Teilnahme im Dezember 2026 in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei bereits weit offen. Die Top 2 jeder Quali-Gruppe sowie die vier besten Gruppendritten buchen das EM-Ticket.
Kampf um Rang 1
In dieser Woche stehen für die Schweiz die nächsten Partien an. Am Donnerstag empfängt das Team von Coach Knut Ove Joa in der Krienser Pilatus Arena die Niederlande. Wie die Nati haben auch die Niederländerinnen ihre ersten beiden Quali-Partien klar für sich entschieden. An der letztjährigen WM stiessen die Niederlande bis in den Halbfinal vor und wurden letztlich Vierte.
Die Schweiz muss dabei auf diverse gestandene Kräfte verzichten. Kreisläuferin Tabea Schmid verletzte sich Ende Jahr im letzten WM-Hauptrundenspiel schwer am Knie und fällt noch länger aus. Dazu kommen auch noch die verletzungsbedingten Ausfälle von Alessia Riner, Emma Bächtiger und Laurentia Wolff.
Auch Kerstin Kündig wird erstmals fehlen. Die Zürcher Oberländerin hatte Anfang Februar nach 14 Jahren ihren Rücktritt aus dem Nationalteam verkündet.
Doppelbürgerin Frei kommt zum Debüt
Das Fehlen einiger Spielerinninnen bedeutet gleichzeitig, dass neue Akteurinnen die Chance bekommen, im Nationalteam Fuss zu fassen. Eine davon ist Avril Mikkelsen Frei. Die Rückraumspielerin ist in Norwegen bei Tertnes Bergen engagiert und besitzt neben der norwegischen auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Nun entschied sich Frei, auf internationalem Level die Schweiz zu vertreten. Gegen die Niederlande dürfte die 22-Jährige ihre Premiere im Nati-Dress feiern.
Drei Tage nach dem Duell in Kriens kommt es in Almere zum Wiedersehen zwischen den Niederlanden und der Schweiz. Die letzten beiden EM-Quali-Partien bestreiten die Schweizerinnen am 9. April in Bosnien-Herzegowina und am 12. April zu Hause gegen Italien.