- Einar Hedegart setzt sich beim prestigeträchtigen 50-km-Rennen (Skating) am Holmenkollen vor 7 weiteren Norwegern durch. Beda Klee läuft in die Top 20.
- Bei den Frauen gewinnt die Schwedin Frida Karlsson mit grossem Vorsprung. Nadja Kälin glänzt mit Rang 8.
- Erstmals wurden die Rennen der Männer und Frauen in Oslo mit leichter zeitlicher Versetzung parallel ausgetragen.
Das Wetter in Oslo meinte es mit den angereisten Fans am Samstag nicht allzu gut. Dichter Nebel hing über der Anlage am Holmenkollen, die Stimmung war in den vergangenen Jahren auch schon ausgelassener. Dafür lieferten die einheimischen Langläufer in der Loipe in Abwesenheit von Johannes Hösflot Kläbo eine Machtdemonstration ab, die ihresgleichen sucht.
Angeführt von Einar Hedegart feierten die Norweger einen achtfachen Sieg. Der eigentliche Biathlet, der erst seit diesem Winter voll auf die Karte Langlauf setzt, liess im Finish Harald Östberg Amundsen und Martin Löwström Nyenget hinter sich und gewann den prestigeträchtigen Klassiker damit zum ersten Mal. Hedegart hatte an den Olympischen Spielen in Milano Cortina Gold in der Staffel und im Teamsprint sowie Bronze über 10 km gewonnen.
Klee läuft in die Top 20
Einen guten Auftritt zeigten auch die Schweizer, allen voran Beda Klee. Der Toggenburger konnte in der zweiten Rennhälfte aufdrehen und Plätze gut machen. Mit 1:54 Minuten Rückstand auf Hedegart belegte er bei schwierigen Verhältnissen den guten 17. Rang. Cyril Fähndrich verpasste die Top 20 als 21. um 18 Sekunden.
Antonin Savary (29.) und Jason Rüesch (30.) büssten hinten raus etwas für eine starke erste Rennhälfte. Candide Pralong (44.) verlor in seinem letzten Weltcuprennen der Karriere mehr als 5 Minuten auf die Spitze. Anders als Rüesch wird Pralong nicht zum Saisonfinale nach Lake Placid reisen. Nicola Wigger musste das Rennen wegen Schienbeinproblemen nach rund 15 km aufgeben.
Resultate
Jubel bei Karlsson und Diggins – Kälin stark
Die Frauen starteten am Holmenkollen 45 Minuten nach den Männern. Auf der Strecke, die je länger je tiefer wurde, gab es zwar Vermischungen, die jeweiligen Spitzengruppen kamen sich aber nicht in die Quere.
Anders als bei den Männern zeichnete sich bei den Frauen früh ab, dass der Sieg wie angenommen nur über Frida Karlsson führen wird. Die Schwedin hatte das 50-km-Rennen an Olympia krankheitshalber auslassen müssen. In Oslo schlug sie nun eindrücklich zurück. Nach ihrem Skiwechsel nach 4 von 6 Runden setzte sie sich entscheidend ab und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus.
Für Karlsson war es nach 2024 der zweite Sieg im legendären «50er» am Holmenkollen. Ihre beiden Landsfrauen Linn Svahn und Jonna Sundling sorgten mit den Rängen 2 und 3 für schwedische Festspiele in Norwegen. Beide verloren 1:48 Minuten auf die entfesselte Karlsson, die in Milano Cortina Gold im Skiathlon und über 10 km gewonnen hatte.
Freuen durfte sich auch Jessie Diggins. Mit dem 6. Rang sicherte sich die Ende Saison abtretende US-Amerikanerin nicht nur die kleine Kugel für die Distanzwertung, sondern steht auch vor ihrem vierten Gewinn des Gesamtweltcups.
Einen starken Auftritt lieferte auch Nadja Kälin ab. Die Olympia-Bronzegewinnerin über die längste Distanz war in der zweiten Verfolgergruppe unterwegs und hatte dort den längsten Atem. Im Finish sicherte sich die Engadinerin Rang 8. Der Rückstand auf Karlsson betrug etwas mehr als 3 Minuten. Giuliana Werro lief auf Rang 30, Marina Kälin auf Rang 36.