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Kritik wächst – ein Überblick Auch USA wollen Olympia-Verschiebung

Der Widerstand gegen Olympia 2020 ist noch einmal gewachsen: Nun hat sich mit den USA auch der grösste Player dagegen ausgesprochen.

US-Athleten bei der Rio-Eröffnungsfeier 2016.
Legende: Klares Statement Auch die US-Athleten wünschen sich eine Verschiebung der Olympischen Spiele. Keystone

Das Olympische und Paralympische Komitee der USA (USOPC) bezeichnet die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio nach einer Umfrage unter seinen Athleten als «am vielversprechendsten». 1780 Sportler haben nach USOPC-Angaben an der Umfrage teilgenommen.

Die wichtigste Schlussfolgerung sei, dass «selbst wenn die signifikanten Sorgen um die Gesundheit bis zum Sommer gelindert werden könnten, die enormen Unterbrechungen im Trainingsumfeld, bei Dopingkontrollen und den Qualifikationen in keinem zufriedenstellenden Mass überwunden werden können», hiess es in einer Stellungnahme.

Die USA sind nicht irgendwer

Mit den USA hat sich nun auch der grösste Player gegen die Durchführung der Sommerspiele im geplanten Zeitraum vom 24.7. bis 9.8. ausgesprochen. Die Amerikaner führen den ewigen Olympia-Medaillenspiegel mit grossem Vorsprung an. Zudem stellen die USA regelmässig die meisten Athleten an den Spielen.

Weltweite Kritik

Damit ist der Druck auf das OK in Tokio noch einmal gewachsen. Vor der USOPC-Mitteilung hatte es schon Widerstand aus der ganzen Welt gegeben:

Video
Swiss Olympic beantragt Verschiebung von Tokio 2020
Aus Sport-Clip vom 23.03.2020.
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  • Am Dienstag zog mit Neuseeland ein weiteres Land nach. «Wir unterstützen die jüngsten Bestrebungen, Olympia zu verschieben. Diese Entscheidung muss bald fallen», schrieb das Nationale Olympische Komitee.
  • Zudem wird die Liste der Athleten, die sich gegen Olympia im Sommer 2020 aussprechen, länger und länger. Unter anderem hat jüngst der deutsche Kunstturner Andreas Toba gegenüber SRF seine grossen Bedenken geäussert.

Die Kritik blieb nicht unerhört. So wollen einem Bericht zufolge IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Premierminister Shinzo Abe noch am Dienstag in einem Telefongespräch eine Olympia-Verschiebung thematisieren.

SRF zwei, sportflash, 23.3.20, 20:00 Uhr; rek/agenturen

6 Kommentare

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  • Kommentar von Theo Koller  (einaeugiger)
    Wenn es wirklich eine Krise gibt, müssen auch Sportlerinnen eine richtige Arbeit suchen.
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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Das Beste wäre, den ganzen olympischen Schmarren endgültig abzuschaffen. Als Kaiser Theodosius die Spiele kurz vor dem Jahr 400 als heidnisch verbot, hat er der Menschheit einen grossen Dienst erwiesen. Wer will heute noch wissen, dass diese ursprünglich dazu dienten, die Götter zu verehren, und erst in zweiter Linie für die Sportler abgehalten wurden? Nie hat es im Sport ein solches Theater gegeben wie bei den OS, nicht umsonst gelten diese als viel wichtiger als WM selber.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Wenn die USA konsequent handeln würden, müssten Sie (wie Kanada und Australien) den Verzicht auf die Teilnahme klar erklären. Aber offenbar scheut man sich, den wichtigen Handelspartner Japan vor vollendete Tatsachen zu stellen und schiebt die Verantwortung dem IOC zu.
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