Der Skifahrer Théo Gmür wird an der Eröffnungsfeier der Paralympics am 6. März die Schweizer Fahne tragen. Dies aber nicht an der offiziellen Zeremonie in Verona, sondern an jener der Schweiz im House of Switzerland in Cortina. «Es ist eine riesige Ehre für mich, die Fahne der Schweiz zu tragen», sagt Gmür, der einzige Schweizer Medaillengewinner von den vergangenen beiden Paralympics.
2018 holte der Walliser dreimal Gold (in der Abfahrt, dem Super-G und dem Riesenslalom), 2022 Bronze in der Abfahrt. «Es bedeutet mir weit mehr als nur eine sportliche Auszeichnung. Es bedeutet, jene Menschen sichtbar zu machen, die uns auf unserem Weg unterstützen», so der 29-Jährige weiter. «Als Fahnenträger möchte ich zeigen, dass Mut, Leidenschaft, und der Glaube an sich selbst, Berge versetzen können.»
Freiwillige tragen Fahne im Amphitheater von Verona
Die Eröffnungsfeier findet eigentlich im Amphitheater von Verona statt. Pro Delegation dürfen jedoch nur 2 Athleten und 2 Staff-Mitglieder anreisen. Ausserdem wäre der Weg von Cortina d'Ampezzo, wo 8 der 9 Schweizer wohnen, nach Verona weit und alle Athleten stehen am Samstag im Einsatz. Deshalb entschied sich Swiss Paralympic gegen die Teilnahme an der offiziellen Eröffnungsfeier.
An dieser werden die Fahnen von freiwilligen Helfenden ins Stadion getragen, nicht von designierten Fahnenträgern jeder Nation. Einige Länder haben, wie die Schweiz, aus logistischen Gründen ebenfalls abgesagt, andere Nationen boykottieren die Eröffnungsfeier, da sie nicht damit einverstanden sind, dass russische und belarussische Athleten unter der eigenen Flagge antreten dürfen.
Die Schweiz wird ihre eigene Eröffnungsfeier im House of Switzerland in Cortina abhalten. Dieser beiwohnen wird auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.