Künstlerische Darbietungen, etliche davon vorproduziert, haben die Feier zur Eröffnung der Paralympics Milano Cortina 2026 dominiert. Unter anderem wurde an «Romeo und Julia» erinnert. William Shakespeare hatte das Liebesdrama nach Verona verortet.
Die Athletinnen und Athleten standen in der Arena di Verona nur während des zügigen Einlaufs der Delegationen im Vordergrund. Um 21:19 Uhr erklärte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella die Spiele für eröffnet. 24 Minuten später entzündete Gianmaria dal Maistro das Paralympische Feuer in Mailand, Francesca Porcellato tat dasselbe in Cortina.
55 Nationen sind nach dem Rückzug des Iran an den Paralympics vertreten, nur 28 davon liefen mit eigenen Sportlerinnen und Funktionären ein. Der Einlauf der russischen Delegation in Verona fand ohne grösseres Echo statt, zur ukrainischen Flagge – von Volunteers ins Stadion gebracht – wurde hingegen applaudiert.
Boykotte und Separat-Feiern
Aus Protest gegen die Wiederzulassung russischer und belarussischer Athleten unter eigener Flagge wurde die Zeremonie von mehreren Ländern boykottiert. Andere wie die Schweiz waren offiziell aus logistischen Gründen nicht nach Verona gereist – am Samstag beginnen in Cortina und Tesero bereits die Wettkämpfe.
Im «House of Switzerland» hatte am Nachmittag eine kleine eigene Feier von Swiss Paralympic stattgefunden. Para-Skifahrer Théo Gmür hatte dabei die Schweizer Flagge getragen.