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Zusammenfassung der 20. Etappe
Aus sportflash vom 19.09.2020.
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20. Etappe der Tour de France Pogacar schnappt Roglic den Gesamtsieg weg

  • Tadej Pogacar schnappt Primoz Roglic mit einem überlegenen Sieg bei der 20. Etappe das Gelbe Trikot weg.
  • Im Bergzeitfahren distanziert der Slowene seinen Landsmann um 1:56 Minuten und überholt ihn so im Gesamtklassement.
  • Der 21-Jährige darf damit am Sonntag als Sieger der Tour de France 2020 in die Champs-Elysées einfahren.

Slowenien wird am Sonntag seinen 1. Tour-Sieger der Geschichte feiern. Doch er heisst nicht wie erwartet Primoz Roglic, sondern Tadej Pogacar. Der 21-Jährige entschied das Duell gegen seinen 9 Jahre älteren Landsmann auf der vorletzten Tour-Etappe.

Weil der Gesamtleader auf der letzten Etappe traditionell nicht mehr angegriffen wird, wird Pogacar am Sonntag als jüngster Champion der Frankreich-Rundfahrt seit 116 Jahren in Paris einfahren.

Pogacar überragend

Pogacar, der mit 57 Sekunden Rückstand auf Roglic in die Etappe gegangen war, fuhr völlig entfesselt. Bereits beim ersten Zwischenpunkt des 36,2 km langen Zeitfahrens hatte er 13 Sekunden gutgemacht. Danach schmolz der Vorsprung von Roglic im Gesamtklassement laufend.

Im letzten steilen Anstieg auf die Planche des Belles Filles war es dann eine Machtdemonstration von Pogacar. Der 21-Jährige zog sein Tempo konsequent durch, überholte den sichtlich leidenden Roglic in der Gesamtwertung und war im Ziel schliesslich 59 Sekunden vorne. Er sicherte sich damit auch das Bergtrikot.

Roglic kam als 5. ins Ziel (+ 1:56 Minuten). Die weiteren Podestplätze auf der 20. Etappe belegten Tom Dumoulin und Richie Porte mit je 1:21 Minuten Rückstand auf Pogacar. Porte verbesserte sich dank seinem 3. Rang auch in der Gesamtwertung noch auf Position 3.

Schär schnellster Schweizer

Grund zur Freude aus Schweizer Sicht gab es am Samstag vor allem deshalb, weil die Jury Etappensieger Marc Hirschi zum kämpferischsten Fahrer der Tour wählte.

Im Bergzeitfahren redeten die 3 Schweizer Fahrer nicht um die Spitzenplätze mit. Hier die Übersicht:

  • Michael Schär: Platz 44 in 1:02,12 Stunden (Rückstand: 6:17 Minuten)
  • Sebastian Reichenbach: Platz 90 in 1:04,19 Stunden (Rückstand: 8:24 Minuten)
  • Marc Hirschi: Platz 91 in 1:04,24 Stunden (Rückstand: 8:29 Minuten)

So geht es weiter

Am Sonntag fährt der Tour-Tross von Mantes-la-Jolie über 122 km nach Paris (live ab 17:30 Uhr auf SRF info).

SRF zwei, sport live, 19.09.2020, 16:00 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Sean Beckz  (Sean Beckz)
    Es gab über Monate praktisch keine Dopingkontrollen und jetzt wissen wir, wer diese Phase am besten genutzt hat! Alle, die hier tatsächlich glauben, dass solche Leistungen ohne Doping möglich sind, sind entweder Träumer oder absolut ahnungslos! Ich liebe die Tour, aber ich weiss auch, dass alle da vorne dopen.
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    1. Antwort von René Ruf  (RenéR)
      Sie wissen es.... welche Dopingmittel wären dies zum Beispiel? Zudem, welche bekannte Namen im Radsport waren in den letzten 10 Jahren gedopt!?
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  • Kommentar von Daniel Conca  (DCo)
    Das ist völlig richtig; die Leistung ist eben auch "natürlich" erklärbar. Und gerade beim Radsport kommen auch Dinge wie optimale Hebel, Technik und Trittfrequenzen zum tragen. Bei watson schrieb jemand: Roglić erhält die Quittung für ein zu passives Rennen. Jumbo-Visma hätte Pogačar nicht so oft als blinden Passagier ihrem Schnellzug dulden dürfen. Völlig richtig; Pogacar hat seine Form mit der Jumbo-Visma Mannschaft quasi im Seitenwagen aufbauen können; dann am Schluss unbekümmert davonfahren.
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    1. Antwort von Sean Beckz  (Sean Beckz)
      Ist sie nicht. Punkt.
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  • Kommentar von Dieter Brunner  (Lagaffe)
    Ich bin ein Radsportlaie mit gewissen biomechanischen Kenntnissen und wäre froh um eine (unpolemische) Aufklärung: Was ist bei sehr jungen Fahrern und deren aussergewönlichen Leistungen verdächtiger als bei erfahrenen? Das Lungenvolumen ist voll ausgebildet, Kraftzuwachs ist, glaube ich, eher hinderlich. Liegt das Geheimnis in der Rennerfahrung? In einem Zeitfahren? Dass der Radsport unter Verdacht steht, ist wohl seine Schuld, aber warum speziell die Jungen?
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    1. Antwort von Guido Fontana  (Boxster)
      Herr Brunner. Grundsätzlich ist es so dass die heutige Generation nach wissenschaftlichen Methoden trainiert.Wenn dann der Wille da ist sehr viel zu trainieren,dazu so wichtige Parameter wie körperliche Robustheit,grosses Lungenvolumen,optimaler Körperfettanteil im Verhältnis zur Körpergrösse, usw. sind die Voraussetzungen da um erfolgreich Radrennen zu fahren. Natürlich braucht es auch taktische und technische Fertigkeiten und einen gewissen Killerinstinkt...... und und und.
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