- Tadej Pogacar (UAE Emirates) gewinnt das Zeitfahren in Aarburg mit 0,04 Sekunden Vorsprung auf Mathieu van der Poel (Alpecin).
- Mauro Schmid fährt als bester Schweizer in die Top 10 (Rang 8).
- Am Sonntag steht im Waadtland mit der Schlussetappe auch die Königsetappe auf dem Programm.
- Bei den Frauen übernimmt Marlen Reusser dank dem Sieg im Zeitfahren das Gelbe Trikot.
Viel knapper hätte die Entscheidung nicht ausfallen können: Tadej Pogacar, souveräner Leader der Tour de Suisse, trat auf dem letzten Kilometer des Zeitfahrens im aargauischen Aarburg noch einmal kräftig in die Pedalen. Am Ende nahm der Slowene dem bis dahin Führenden Mathieu van der Poel hauchdünne 4 Hundertstel ab. Dritter wurde der ehemalige Zeitfahr-Weltmeister Tobias Foss (+0:06 Minuten/Netcompany Ineos) aus Norwegen.
Dass Pogacar die Führung in der Gesamtwertung ausbauen wird, war schon bei der Hälfte des gut 23 Kilometer langen Zeitfahrens klar, als er seinen ersten Verfolger Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) überholte. Für den 27-Jährigen war es der 2. Etappensieg, nachdem er zum Auftakt der Rundfahrt triumphiert hatte. Pogacar baute seine Führung in der Gesamtwertung vor der abschliessenden Etappe am Sonntag von 2:50 Minuten auf komfortable 4:22 Minuten aus.
Schmid überzeugt mit Rang 8
Mit Mauro Schmid (Team Jayco – AlUla) schaffte es ein Schweizer in die Top 10. Der 26-jährige Bülacher büsste nur eine halbe Minute auf Pogacar ein und belegte den 8. Schlussrang. Schmid sorgte damit für die erste Top-20-Klassierung eines Schweizers in dieser Rundfahrt. Die weiteren Schweizer verloren über eineinhalb Minuten und mehr: Marc Hirschi (Tudor) wurde 42., Fabian Weiss (Tudor) 48. und Silvan Dillier (Alpecin) belegte Rang 60. Bester einheimischer Fahrer im Gesamtklassement bleibt der sich im Formaufbau befindende Marc Hirschi auf Platz 23.
So geht's weiter
Mit der Schlussetappe der diesjährigen Tour de Suisse findet gleichzeitig die Königsetappe statt. Über 4000 Höhenmeter sind auf dem 150,7 km langen Teilstück mit Start und Ziel in Villars-sur-Ollon (VD) zu bewältigen. Bereits vor Kilometer 0 beginnt der Anstieg zum Col de la Croix. Danach folgt eine lange Abfahrt Richtung Aigle, bevor es direkt wieder bergauf geht. Die Etappe kennt praktisch nur zwei Zustände: bergauf oder bergab – Verschnaufpausen sind selten.