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«Man startet für den Titel»
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Freude nach WM-Zeitfahren Küng: Happy mit Bronze, mehr im Visier

Die Bronzemedaille im WM-Zeitfahren ist für Stefan Küng die Bestätigung für eine perfekt abgestimmte Vorbereitung.

Im 6. Anlauf klappte es: Endlich konnte Stefan Küng auch an einer WM sein grosses Können im Kampf gegen die Uhr so richtig unter Beweis stellen. Nach dem 10. Platz im letzten Jahr in Yorkshire reichte es in Imola erstmals auf das Podest – Küng erfüllte die hohen Erwartungen. Die Bronzemedaille löste beim Thurgauer allerdings gemischte Gefühle aus.

«Ich hätte mein Rad gerne gegen dasjenige mit den Weltmeister-Streifen eingetauscht», sagte der 26-Jährige nach dem WM-Zeitfahren. «Man startet immer für den Titel.»

Im Hinblick auf die starke Konkurrenz sei er dennoch «happy» mit der Bronzemedaille. Besonders gegen den überragenden Sieger Filippo Ganna sei letztlich kein Kraut gewachsen gewesen. «Er fuhr in einer eigenen Liga.»

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Nach den Enttäuschungen endlich die ersehnte WM-Medaille
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Tour-Ausstieg wurde belohnt

Bei der Einordnung seines Erfolgs hob Küng auch die Vorbereitung hervor. Die Tour de France hatte er vor den letzten 5 Etappen abgebrochen, um bereit zu sein.

«All die Arbeit, die wir auch zusammen mit dem Team investiert haben, war es wert. Es war es wert, früher aus der Tour auszusteigen, damit ich mich wirklich vorbereiten konnte», so Küng. Das Zeitfahren als Disziplin verlange einiges an Detailarbeit. «Man kann das heutzutage nicht mehr einfach so im Vorbeigehen mitnehmen.»

Stefan Küng, Filippo Ganna, Wout van Aert
Legende: Dem Regenbogentrikot nahe gekommen Stefan Küng (rechts) mit der Bronzemedaille. Keystone

Reussers Exploit als Motivation

Inspiration schöpfte Küng aus dem Erfolg von Marlen Reusser am Vortag. Der Silbermedaillengewinnerin bei den Frauen stehe er manchmal als Ratgeber zur Seite. «Wenn sie Silber gewinnt und ich 15. geworden wäre, hätte das auch ein bisschen blöd ausgesehen. Ich wollte es ihr unbedingt gleichtun.»

Mit dem Europameistertitel und WM-Bronze lässt sich die Zeitfahr-Bilanz Küngs in diesem Jahr sehen. Etwas Raum bleibt, sich 2021 in Antwerpen noch einmal zu steigern. Die Kulisse würde stimmen: Es ist die 100. Austragung der Strassenrad-WM.

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Küng: «Wollte es Marlen gleichtun»
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SRF zwei, sportlive, 25.09.2020, 14:25 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Und nach der ziel Linie die maske auf. Warum nur? Es Ist doch möglich der Abstand einzuhalten
    1. Antwort von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
      @Markus Ellenberger: Haben Sie in Ihrem Leben kein anderes Thema mehr? Die WM findet, wie schon die Tour de France, im Ausland statt. Und in anderen Ländern gibt es nun mal andere Regeln im Zusammenhang mit Covid als in der Schweiz. Bezüglich Maskentragen sind die Regeln vielerorts strenger als in der Schweiz.