- Der Franzose Paul Magnier gewinnt die 3. Etappe des Giro d'Italia im Massensprint.
- Der 22-jährige Soudal-Quickstep-Fahrer feiert in der bulgarischen Hauptstadt Sofia bereits seinen 2. Sieg an der diesjährigen Italien-Rundfahrt.
- Der Uruguayer Guillermo Silva verteidigt die Maglia Rosa erfolgreich.
Lange schien es, als würde die 3. Giro-Etappe in Sofia mit Sicherheit in einem Massensprint enden. Das Feld hielt die dreiköpfige Fluchtgruppe an der kurzen Leine, der Vorsprung lag innerhalb der letzten 10 Kilometer immer bei rund 20 Sekunden. Doch das Feld verpokerte sich um ein Haar.
Auch bei der «Flamme Rouge» – der 1-Kilometer-Marke – lag das Trio noch mit rund 10 Sekunden Vorsprung an der Spitze. Erst rund 500 Meter vor dem Ziel wurden Manuele Tarozzi, Diego Sevilla und Alessandro Tonelli vom Peloton geschluckt. Das Rennen würde im «Sprint Royal» enden.
Milan erneut geschlagen
Dieser hatte es in sich. Favorit Jonathan Milan eröffnete den Sprint früh und setzte sich an die Spitze. Je näher das Ziel kam, desto mehr verliessen den Italiener jedoch die Kräfte. Der 25-Jährige ging gar wieder in den Sattel. Hinter Milan kamen Paul Magnier – Sieger der Auftaktetappe – und Dylan Groenewegen auf.
Und wie schon auf der 1. Etappe war es der Youngster, der den Arrivierten ein Schnippchen schlug. Der 22-jährige Franzose Magnier setzte sich knapp vor Milan und Groenewegen durch und feierte damit schon seinen 2. Sieg an der diesjährigen Italien-Rundfahrt. Magniers Vorsprung in der Punktewertung beträgt bereits 41 Punkte.
Für einmal kein Sturz
Während die ersten beiden Teilstücke jeweils durch schwere Massenstürze überschattet worden waren und Equipen wie etwa Jan Christens UAE Team Emirates bereits stark dezimiert hatten an den Start gehen müssen, verlief die Schlussetappe in Bulgarien glimpflich. Sämtliche Fahrer kamen heil im Ziel an.
So geht es weiter
Mit der 3. Etappe fand die «Grande Partenza» in Bulgarien ein Ende. Noch am Sonntagabend reisen die Fahrer nach Italien, wo sie am Montag in den Genuss eines ersten Ruhetags kommen. Am Dienstag steht in Kalabrien die 4. Etappe auf dem Programm. Von Catanzaro geht es über 138 km nach Cosenza. Auf dem Weg bewältigen die Athleten einen Anstieg der 2. Kategorie.