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Krankheitsbedingte Ausfälle Erkältungswelle trübt den Radsport-Frühling

Ungewöhnlich viele Radprofis kämpfen in der noch jungen Saison mit Atemwegserkrankungen.

Das Feld bei Mailand – Sanremo vergangenen Samstag.
Legende: Ausgedünnt Das Feld bei Mailand – Sanremo vergangenen Samstag. imago images/panoramic international

Mit seinem Zusammenbruch nach der 1. Etappe der Katalonien-Rundfahrt hat Sonny Colbrelli am Montagnachmittag für einen Schreckmoment gesorgt. Gemäss seinem Bahrain-Victorious-Team wurde der Italiener, der im Bergsprint hinter Michael Matthews auf Rang 2 gefahren war, in stabilem Zustand ins Krankenhaus überführt.

Am Dienstag meldete seine Mannschaft, dass sich der Europameister auf dem Weg der Besserung befinde. «Alle gestern Abend durchgeführten Herztests ergaben keine Anzeichen von Besorgnis oder beeinträchtigten Funktionen», teilte Colbrellis Team mit.

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Colbrelli-Schock bei Katalonien-Rundfahrt
00:13 min
abspielen. Laufzeit 13 Sekunden.

Colbrelli war vor zwei Wochen nicht mehr zur 2. Etappe von Paris – Nizza angetreten war. Er litt unter einer Bronchitis, die ihn am vergangenen Samstag ebenfalls die Teilnahme bei Mailand – Sanremo gekostet hat. Der 31-Jährige ist nicht der einzige, der zuletzt krankheitshalber passen musste.

Gleich eine ganze Reihe an Fahrern erwischte es beim Rennstall Bora-Hansgrohe. Captain Sam Bennett musste wie Teamkollege Ide Schelling kurzfristig auf «La Primavera» verzichten. «Wir haben aktuell 12 Fahrer mit entweder Covid oder einem anderen Infekt der oberen Atemwege», sagte Team-Manager Ralph Denk gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Erkältungswelle erfasste Paris – Nizza

Andere Rennställe haben ebenfalls massive Ausfälle zu beklagen. Quick-Step-Aushängeschild und Klassiker-Spezialist Julian Alaphilippe fehlte ebenso wie Vorjahressieger Jasper Stuyven von Trek-Segafredo. Einen regelrechten Exodus hatte es bei Paris – Nizza gegeben. Zum Start der 5. Etappe etwa traten 18 Fahrer gar nicht erst an, 13 davon beklagten Erkältungssymptome. Corona-Fälle soll es laut den Organisatoren darunter keine gegeben haben.

Die teilweise prekären Personalsituationen stellen die Teams auch vor Probleme. «Das ist ein Teufelskreis. Man ist verpflichtet, an den Rennen teilzunehmen und kann jetzt nicht sagen, man lässt Mailand – Sanremo aus. Man hat aber nächste Woche ein anderes WorldTour-Rennen in Katalonien. Da ist man auch verpflichtet», sagte Bora-Teamchef Denk.

Stehen nur noch wenige gesunde Fahrer zur Verfügung, droht diesen eine Überbelastung. Dabei steht das Radsport-Jahr erst am Anfang. Gut möglich, dass die gerade erst lancierte Klassiker-Saison noch vom einen oder anderen gewichtigen Ausfall – und überraschenden Sieger – geprägt wird.

SRF 3, Abendbulletin, 21.3.22, 18:33 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Gäbler  (Ernie0345)
    Ist mir schon klar das mein Kommentar nicht veröffentlicht wird mit der Wahrheit bei euch,soll das ein Witz sein.
    1. Antwort von Jörg Gäbler  (Ernie0345)
      Oder doch,Es gibt noch Zeichen und Wunder. Nicht mehr lange,die Wahrheit kommt immer ans Licht.Die meisten Menschen,die zu logischen Denken fähig sind,kennen die wirklich Ursache ganz genau. Wenn diese Impfung so ungefährlich ist,wieso geht keiner mehr hin ? Eine Container Strecke hat man in Sursee aufgebaut,ne Weile offen,jetzt wieder zu.
  • Kommentar von Jörg Gäbler  (Ernie0345)
    Wieso komme ich ausgerechnet zu euch über eine Seite,wo sich solche Meldungen in Unermessliche häufen. Kein Wort glaube ich solchen Geschwafel.Gib nur mal Pfizer und Pharma Skandale ein,da weiss an was es. Setzt allerdings logisches Denken voraus.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Komisch, sich zu wundern ob der genannten Erkältungswelle. Wenn wir die Luft weiter so verschmutzen, nimmt auch die Anfälligkeit auf Atemwegerkrankungen zu. Das ist nur logisch. Warum denn dieses Aufhebens? Die Zeit neigt sich wohl dem Ende zu, „ds Füfi u ds Weggli“ zu haben, es sei denn wir tragen umgehend und nachhaltig mehr Sorge zu unserer Atmosphäre.
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @uvk Zitat BAFU ""Die Luftqualität der Schweiz wird seit Mitte der 1980er-Jahre stetig besser"
      SCNAT: "In den letzten dreissig Jahren hat sich die Konzentration von NO2 in der Stadt Zürich sowie in den ländlichen Gebieten ausserhalb der Stadt ungefähr halbiert (Abbildung 2). Eine sehr ähnliche zeitliche Entwicklung lässt sich auch für andere Luftschadstoffe, wie zum Beispiel Feinstaub, feststellen."

      Einfach um ein wenig bei den Fakten zu bleiben ...