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Legende: Video Die Aufgabe von Pinot auf der 19. Etappe abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus sportlive vom 26.07.2019.
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Nach brutalem TdF-Ausstieg Pinot: «Muss die Tour gewinnen, um das zu vergessen»

Auch Tage nach dem verletzungsbedingten Aus an der Tour de France sitzt der Schmerz beim Franzosen noch tief.

Am Freitag erlebte Thibaut Pinot einen der bittersten Momente seiner Karriere: Aussichtsreich auf Platz 5 im Gesamtklassement liegend, musste er die Tour de France wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel aufgeben.

Es war für den 29-jährigen Franzosen die vierte Aufgabe bei sieben Teilnahmen an der Frankreich-Rundfahrt. Dies, nachdem sich Pinot zuvor bei seinem Etappensieg am Col du Tourmalet in bestechender Form gezeigt hatte.

Der Frust über sein Ausscheiden sass verständlicherweise tief. In der Dokumentation «Avec Thibaut» , Link öffnet in einem neuen Fensterdes TV-Senders France2TV ist zu sehen, wie Pinot im Hotelzimmer auf dem Bett sitzt und Groupama-FDJ-Manager Marc Madiot verzweifelt fragt: «Womit habe ich das verdient?»

Auch die Franzosen beschäftigt das Aus des Hoffnungsträgers noch zwei Tage nach der Triumphfahrt von Egan Bernal auf die Champs-Elysées. Am Dienstag erschienen in den französischen Tageszeitungen Le Monde und L'Equipe lange Interviews mit Pinot.

Der Samstag war kompliziert, der Sonntag endlos.
Autor: Thibaut Pinot

Dieser erholt sich derzeit in seinem Ferienhaus von seiner Verletzung, doch seine Gedanken kreisen noch immer um die 106. Ausgabe der «Grande Boucle». «Ich war bereit, ich hatte keine Angst», haderte er im Gespräch mit Le Monde. Das weitere Rennen konnte er sich nicht mitansehen, auch wenn dieses stets präsent gewesen sei. «Der Samstag war kompliziert, der Sonntag endlos», so Pinot.

Nur der Tour-Sieg wäre genug

Sein Ansporn, es in die Geschichtsbücher der prestigeträchtigsten Rundfahrt der Welt zu schaffen, ist nun aber noch einmal grösser geworden. «Ich habe gemerkt, dass man jedes Rennen gewinnen, Weltmeister werden kann; aber nur die Tour kann dich zu einem Fahrer machen, den die Leute nie vergessen.»

Und nach seinem dramatischen Ausstieg ist Pinots Schlussfolgerung einfach, wie er gegenüber L'Equipe sagte: «Um all dies zu vergessen, muss ich die Tour gewinnen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28.07.2019, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Astrid Etter  (Raja)
    Die Dokumentation über Pinot habe ich gesehen und fand es sehr interessant und eindrucksvoll. Ein sehr sympatischer Sportler, ich wünsche Ihm alles gute und freue mich auf die nächsten Rennen mit Ihm. Marc Madiot übrigens auch sehr sympatisch finde ich.
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Poupou gewann auch nie und trug das gelbe Trikot keine Minute, trotzdem ist er in Frankreich ein Held. Pinot zeigte tollen Radsport. Er ist kein Verwalter, wie z.B. Thomas. Triumph, Leiden, Schweiss, Blut und Tränen, das macht die Tour aus. Pinot, den herzvollen, wird man nicht vergessen. Die langweiligen Rechenschieberfahrer hingegen schon.
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  • Kommentar von Karin Kissling  (Karinkiss)
    Ein Fahrer mit sehr viel Herzblut, der seinen Sport und die Tour liebt.
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