Am Sonntag machten Remco Evenepoel und Mattias Skjelmose den Sieg am Gold Race unter sich aus. Wenn am Mittwoch mit der Flèche Wallonne bereits der nächste Frühjahrsklassiker auf dem Programm steht, dürfte ein weiterer Fahrer ein Wörtchen mitreden. In Abwesenheit von Tadej Pogacar wird Youngster Paul Seixas bereits der grosse Wurf zugetraut.
Der erst 19-jährige Franzose hat die Herzen der Radsportfans in seiner Heimat im Sturm erobert und weckt Sehnsüchte einer ganzen Nation. Die Art und Weise, wie der Fahrer vom Team Decathlon CMA CGM in diesem Monat die Baskenland-Rundfahrt für sich entschied, war beeindruckend. Als jüngster Fahrer der Geschichte gewann er die Tour, siegte auf drei der sechs Etappen und hatte gewaltige 2:30 Minuten Vorsprung im Gesamtklassement.
Lob von Pogacar
Bereits Anfang März hatte er Lob von höchster Stufe erhalten. «Dieser Junge wird einmal ein Monster auf dem Rad», adelte ihn kein Geringerer als Pogacar. Am Mittwoch fehlt der Slowene auf der Startliste.
Ob Seixas die Abwesenheit des Überfliegers ausnutzen kann? «Ich sehe ihn gewinnen, weil er sich selbst als Sieger sieht», sagte der ehemalige französische Rennfahrer Jérôme Pineau am Sonntag gegenüber RMC. Seine körperlichen Voraussetzungen würden perfekt zu den Anforderungen des Schlussanstiegs, namentlich der Mur de Huy, passen. Er stuft Seixas dabei sogar vor Weltklassefahrern wie Evenepoel ein.
Von Top-Teams umgarnt
Pineau ist nicht der Einzige, der in Seixas den nächsten Top-Fahrer sieht. Auch zahlreiche Teams sollen ein Auge auf den Teenager geworfen haben. Beim Decathlon-Team ist Seixas noch bis 2027 gebunden. Die Steuerregeln in Frankreich machen eine Verlängerung aber sehr teuer: Wenn Seixas andernorts fünf Millionen Euro geboten bekäme, müsste Decathlon über sieben Millionen ausgeben, damit der Jungstar das gleiche Salär erreicht.
Vor allem UAE – Emirates, das Team von Superstar Pogacar, soll um Seixas buhlen. Daneben haben angeblich auch Ineos Grenadiers und Red Bull – Bora – hansgrohe Seixas auf der Liste.
Die Liste der Interessenten dürfte bei einem Erfolg in Huy nicht kleiner werden. Zum nächsten Duell mit Pogacar kommt es im Übrigen bereits am Sonntag bei Lüttich – Bastogne – Lüttich.