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Legende: Video Unwetter sorgt für Chaos auf der 19. TdF-Etappe abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
Aus sportaktuell vom 26.07.2019.
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Wetterchaos auf der 19. Etappe Bernal übernimmt Maillot jaune – Hagel sorgt für Rennabbruch

  • Die 19. Etappe wird noch vor der Ankunft im Ziel in Tignes wegen eines Hagelsturms abgebrochen.
  • Gewertet werden die Ankunftszeiten auf dem Col de l'Iseran.
  • Egan Bernal, der den Gipfel als Erster erreichte, ist neuer Leader.

Welch ein Drama auf der 19. Etappe der Tour de France: Nachdem die Spitzenfahrer mit dem Col de l'Iseran das Dach der Rundfahrt passiert hatten und sich in horrendem Tempo die Abfahrt hinunter stürzten, kam die Meldung via Tour-Radio: Rennabbruch!

Ein Teil der noch zu absolvierenden 25 km war durch einen plötzlichen Hagelsturm und darauf folgenden Erdrutsch unter Wasser gesetzt und damit unbefahrbar gemacht worden. Der Tour-Leitung blieb nichts anderes übrig, als das Rennen abrupt zu stoppen und die Fahrer nach und nach abzuwinken.

Bernal profitiert

In Führung lag zu diesem Zeitpunkt Egan Bernal. Der 22-jährige Kolumbianer hatte im Anstieg den Col de l’Iseran hinauf aus der Favoritengruppe angegriffen und wenig später den Gipfel auf 2770 m ü. M. als Erster erreicht.

Leader Julian Alaphilippe hatte im steilen Gelände abreissen lassen müssen und passierte die Passhöhe erst rund 2 Minuten nach Bernal. Weil sich die Renndirektion dazu entschied, die auf dem Col de l'Iseran gestoppten Zeiten in die Gesamtwertung einfliessen zu lassen, verliert der Franzose das gelbe Leadertrikot. Einen Etappensieger gibt es aufgrund der besonderen Umstände nicht.

Im Gesamtklassement weist Bernal nun 48 Sekunden Vorsprung auf Alaphilippe auf. Geraint Thomas folgt mit 1:16 Minuten Rückstand auf Rang 3.

Rabenschwarzer Tag für Frankreich

Für die französischen Fans scheint der Traum vom ersten Tour-Sieg seit 34 Jahren damit jäh zu platzen. Während Alaphilippe 2 Tage vor der Ankunft in Paris das Maillot jaune abgeben muss und sich im Interview kurz nach Rennende bereits geschlagen gab («Ich glaube nicht, dass ich das gelbe Trikot noch zurückhole»), sah sich der Gesamt-Fünfte Thibaut Pinot wegen einer Verletzung am Oberschenkel gar zur Aufgabe gezwungen.

So geht es weiter

Nach der chaotischen Etappe führt das 20. und vorletzte Teilstück am Samstag von Albertville nach Val Thorens. Aufgrund der anhaltenden schwierigen Wetterbedingungen wurde die letzte Alpenetappe von 130 km auf 59 km verkürzt. Mit dem Schlussanstieg zum Ziel auf 2365 m ü. M. wartet ein Bergpreis der «Hors Catégorie» auf die Fahrer.

Legende: Video «In erster Linie ging es um die Sicherheit der Fahrer» abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.07.2019.

31 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Hugentobler  (hevrins)
    Es war eine dramatische Etappe mit einem unglücklichen Ablauf nach fast 100km. Gegen Wetterkapriolen ist niemand gefasst. Wir alle, auch als Fernsehzuschauer*innen allüberall waren überrascht, als die Bilder von Val d'Isère gezeigt wurden. Die Tour-Organisation hat richtig entschieden. Egan Bernal war der absolute "Maestro" der letzten Kilometer, hätte wohl die Etappe noch mit einem grösseren Vorsprung fertig gefahren. Er kann nun heute beweisen, dass er der Beste ist. Es wäre ihm zu gönnen.
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  • Kommentar von Mathis Schlegel  (Jona)
    und schon wieder Glück für Alaphilippe ! Die heutige Etappe wird gekürzt! Das heisst, die anderen Favoriten haben weniger Strecke Zeit gut zu machen. Bei der Orginalstrecke hätten die hinter Ihm platzierten Rennfahrer genügend Zeit gehabt ihn zu distanzieren resp. zeitlich ihn zu überholen.
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    1. Antwort von Andres Schmid  (Resus)
      Alaphilippe hat gestern auf den letzten 6km vor dem (späteren) Ziel 70s und auf Bernal sogar 2min verloren.
      Ich denke nicht, dass die fehlenden 70km für ihn einen grossen Unterschied machen, denn die Angriffe werden sowieso erst auf den letzten 30km erfolgen.
      Im Gegenteil. Die Bergspezialisten werden noch mehr vorteile haben.
      Für Alaphilippe wird aber auch ein 5. Rang schon ein riesen Erfolg sein. Dass er das gelbe Trikot so lange verteidigen konnte, hat ihm niemand zugetraut.
      Chapeau!
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  • Kommentar von René Ruf  (RenéR)
    Der Hagel und das Wasser auf der Strasse führte mitunter zum Rennabbruch. Noch gefährlicher war die Schlammlawine auf einem anderen Streckenabschnitt, dazu existiert ein Video. Zu sehen ist, Schlamm bedeckte bereits die ganze Strassenbreite, eine 2.Schlammlawine rauscht heran und breitet sich auf der Strasse weiter aus. Viel Glück für die Fahrer und den ganzen Tour-Tross löste sich die Schlammlawine nicht später.
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