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10 Jahre nach Bruder Peter Domen Prevc: der logische Sieger der Vierschanzentournee

Gegen Domen Prevc ist in diesem Winter nichts zu holen. Der Saison-Dominator holt sich überlegen auch den Goldenen Adler. Ein ehemaliger Überflieger sprang ein letztes Mal bei der Tournee.

Zwei Skispringer halten einen goldenen Adlerpokal.
Legende: Die 2 Tournee-Sieger aus dem Hause Prevc Peter (links, Sieger 2016) und der neue Sieger, Domen Prevc. Keystone/Georg Hochmuth

Domen Prevc entschied die Vierschanzentournee mit beeindruckender Konstanz für sich. Beim abschliessenden Springen in Bischofshofen belegte der Slowene Platz 2 und musste sich lediglich dem österreichischen Tagessieger Daniel Tschofenig geschlagen geben. An der Gesamtwertung änderte das nichts mehr. Der Vorsprung war zu gross, die Entscheidung längst gefallen.

Schon zum Auftakt hatte Prevc den Ton angegeben. In Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewann er jeweils mit deutlichem Vorsprung, in Innsbruck reichte ein 2. Platz, um die Konkurrenz weiter auf Distanz zu halten. Mit einem Polster von umgerechnet 23 Metern reiste er nach Bischofshofen und baute es dort weiter aus. Auf dem Tournee-Podest folgten die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher.

12. Weltcup-Podest in Serie

Der Gesamtsieg markierte zugleich ein Stück slowenische Skisprunggeschichte. Prevc war der dritte Athlet aus seinem Land, der die Tournee gewann. Dies nach Primoz Peterka 1997 und zehn Jahre nach seinem Bruder Peter Prevc. Die Vierschanzentournee gilt seit Jahrzehnten als prestigeträchtigste Serie im Skisprung-Weltcup – ein Schweizer stand noch nie zuoberst auf dem Podest.

In der laufenden Saison stand Prevc zuletzt zwölfmal in Folge auf dem Weltcup-Podest: sieben Siege, drei zweite und zwei dritte Plätze. Während der Tournee sprang er seiner Konkurrenz phasenweise regelrecht davon. Ein Umstand, der ihm den Spitznamen «Domenator» einbrachte. Zum Jahresbeginn 2026 näherte sich sein Leistungsniveau jenem der Verfolger allerdings wieder an.

Dreifacher Sieger verabschiedet sich

Im Schatten von Prevc beendete eine Skisprunglegende ihre Tournee-Karriere mit einem unscheinbaren 18. Rang: Kamil Stoch. Der Pole war einst das Mass aller Dinge im Skispringen gewesen und gewann die Vierschanzentournee 2017, 2018 und 2021. Zu seinem eindrücklichen Palmarès gehören neben den 3 Tournee-Siegen auch 3 Olympia-Goldmedaillen und 2 Weltmeistertitel.

25 Jahre und 2 Tage nach seinem Debüt im Weltcup, in Innsbruck bei der Vierschanzentournee, hob in Bischofshofen auch Manuel Fettner (AUT) ein letztes Mal an der Vierschanzentournee ab. Dem 40-Jährigen reichte es zum beachtlichen 7. Rang. Fettner und Stoch werden ihre aktive Karriere nach der laufenden Saison beenden.

SRF zwei, Sportlive, 06.01.2025, 16:25 Uhr ; 

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