- Die Schweizer Eishockey-Nati der Frauen verliert den Olympia-Halbfinal in Mailand gegen Kanada mit 1:2.
- Die Muller-Equipe schnuppert gegen die Eishockey-Grossmacht an der Sensation.
- Im Spiel um Bronze trifft die Schweiz am Donnerstag auf Schweden, das den 1. Halbfinal gegen die USA verlor.
Plötzlich lebte die Schweizer Hoffnung wieder. Eine gute Viertelstunde war im Olympia-Halbfinal noch zu spielen, als die Frauen-Nati gegen die kanadische Eishockey-Grossmacht tatsächlich zum 1:2-Anschlusstor kam. Erst Lara Stalder und dann Alina Müller setzten hinter dem gegnerischen Tor nach, letztere eroberte sich den Puck und spielte Rahel Enzler frei. Die Zuger Stürmerin brauchte nur noch einzuschieben.
Der Treffer nach dem erfolgreichen Forechecking der beiden Schweizer Aushängeschilder Stalder und Müller fiel aus dem Nichts. Zuvor hatte das Team von Trainer Colin Muller keinen einzigen gefährlichen Abschluss auf das kanadische Gehäuse abgegeben.
In den Schlussminuten wollte die Sensation nicht mehr gelingen. Nach dem 0:4 in der Gruppenphase darf das 1:2 gegen die Olympia-Rekordsiegerin als Achtungserfolg gewertet werden. Es ist das knappste Resultat aller 20 Duelle zwischen der Schweiz und Kanada an Grossanlässen.
Doppelschlag von Poulin
Das Spiel hatte sich von Beginn weg wie erwartet entwickelt: Kanada schnürte die Schweiz in deren Drittel ein und drückte auf den Führungstreffer. Dieser wollte aber erst im 2. Drittel gelingen – und das äusserst glücklich.
- 22. Minute: Die kanadische Kapitänin Marie-Philip Poulin zieht nach einem Querpass direkt ab, trifft den Puck aber nicht wunschgemäss. Dieser wird noch abgelenkt und hüpft an der chancenlosen Andrea Brändli vorbei ins Tor.
- 29. Minute: Poulin doppelt gleich nach, diesmal weniger glückhaft. Nach einem Abpraller bei Brändli ist die 34-Jährige im Slot zur Stelle und verwandelt abgebrüht zum 2:0.
Insgesamt schossen die Kanadierinnen 46 Mal auf das Tor der Schweiz, Brändli konnte sich aber wie schon im Viertelfinal gegen Finnland mehrfach auszeichnen.
So geht es weiter
Am Donnerstag steht die zweite Medaillenchance für die Schweiz an. Im Spiel um Platz 3 trifft die Muller-Equipe um 14:40 Uhr auf Schweden, das den 1. Halbfinal gegen die USA 0:5 verlor. Das Endspiel geht um 19:10 Uhr über die Bühne.
Bereits beim Bronze-Gewinn 2014 an den Winterspielen in Sotschi hatte der Schweizer Gegner Schweden geheissen. Damals siegte die Schweiz mit 4:3.