Das Top-Duo
- Marco Odermatt
- Franjo von Allmen
Wenn die alpinen Wettkämpfe bei Milano Cortina 2026 am Samstagmittag in der Königsdisziplin mit einem Paukenschlag lanciert werden, fährt Swiss-Ski unbestritten um den Sieg mit. Die Rechnung ist einfach: Von 6 Weltcup-Abfahrten in der laufenden Saison gingen 5 auf das Konto von Marco Odermatt (3) bzw. Franjo von Allmen (2) – was einer Erfolgsquote von 83,3 Prozent entspricht. Das Duo belegte 3 weitere Podestplätze. Weiter gibt's diese vielversprechende Statistik: In den letzten 20 Abfahrten landete stets mindestens einer aus der Swiss-Ski-Equipe unter den Top 3.
2014 in Sotschi waren die letzten Winterspiele ohne Schweizer auf dem Abfahrts-Podest. Die 3 vergangenen grossen Titel fuhren der Reihe nach Beat Feuz (Olympiasieger 2022), Odermatt (Weltmeister 2023) sowie von Allmen (Weltmeister 2025) ein.
Weltcup-Saisonstatistik
Stimmen aus dem Schweizer Lager
Die Herausforderer
- Giovanni Franzoni (ITA)
- Dominik Paris (ITA)
Primär eine Nation hat das Zeug, um beim Heimspiel dagegen halten zu können: Italien. Giovanni Franzoni als Aufsteiger dieses Winters stand bei seinem prestigeträchtigen Triumph schon in Kitzbühel Odermatt vor der Sonne. Dominik Paris ist im fortgeschrittenen Sportler-Alter von 36 Jahren nach wie vor ein heisser Tipp. Der Südtiroler hat schon 2 WM-Medaillen im Palmarès. Der Antrieb seiner Karriere-Verlängerung ist, auf der Traditionsstrecke Stelvio (wo Paris disziplinenübergreifend schon 7-mal der Schnellste war) seine Lücke bei Olympia zu schliessen.
Die Geheimtipps
- Ryan Cochran-Siegle (USA)
- Vincent Kriechmayr (AUT)
16 Jahre nach Bode Miller (Bronze) nährt Ryan Cochran-Siegle die Hoffnungen auf das nächste US-Podest in der Abfahrt. Die Form des Routiniers ist aufsteigend: Nach Rang 2 zum Auftakt zuhause in Beaver Creek belegte er zuletzt in Crans-Montana Platz 3. Im 1. Training in Bormio folgte am Mittwoch mit der Bestzeit eine weitere Kampfansage. Und die Österreicher? Vincent Kriechmayr holte am Lauberhorn die bislang einzige Klassierung 2025/26 auf dem «Stockerl» heraus – hinter Odermatt und vor Franzoni. Wir wissen: Der 34-Jährige wurde 2021 Weltmeister in der Abfahrt und ist (wie Paris) noch ohne Errungenschaft bei Winterspielen.
Die weiteren Schweizer
- Alexis Monney
- Stefan Rogentin
Als 3. Schweizer war schon vor den Übungseinheiten Alexis Monney gesetzt. Der Freiburger WM-Bronzegewinner hat Bormio im Griff, raste dort in der Abfahrt Ende 2024 zu seinem Premierenerfolg im Weltcup.
Das Schweizer Quartett komplettiert Stefan Rogentin, der in der teaminternen Quali Niels Hintermann ausstach.
Das Podest bei Peking 2022: Alle 3 sind zurückgetreten
- 1. Beat Feuz
- 2. Johan Clarey (FRA)
- 3. Matthias Mayer (AUT)