Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Deutschland-Dernière Die Formel 1 nimmt Abschied von Hockenheim

Deutschland dürfte zumindest in näherer Zukunft letztmals Gastgeber eines Formel-1-Rennens gewesen sein.

Blick von der Südtribüne auf das Motodrom.
Legende: Gesunkenes Zuschauerinteresse Blick von der Südtribüne auf das Motodrom des Hockenheimrings. Getty Images

Ein Feuerwerk zum Abschied: Die Fans erlebten beim wohl letzten Rennen auf dem Hockenheimring ein Rennspektakel. Geholfen ist damit den Organisatoren nicht – das Rennen in Baden-Württemberg dürfte im nächsten Jahr aus dem Rennkalender fallen.

Legende: Video Mercedes-Debakel am Jubiläums-GP abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.07.2019.

Es gilt als ziemlich sicher, dass ab 2020 kein Formel-1-Rennen in Hockenheim mehr stattfinden wird. Der Rennkalender für die nächste Saison umfasst 21 Kurse. Da Grands Prix in Hanoi (Vietnam) und Zandvoort (Ho) ausgetragen werden sollen, müssen zwei Pisten aus dem Kalender fliegen.

Hockenheim und Barcelona vor dem Aus

Lediglich drei Veranstalter haben aktuell noch keinen Vertrag mit Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media: Mexiko, Barcelona und Hockenheim. Da für den GP von Mexiko eine Vereinbarung getroffen worden sein soll, müssen wohl die Rennen in Spanien und Deutschland dran glauben.

Wir sind da realistisch. Wir glauben nicht daran.
Autor: Jorn TeskeMarketingleiter Hockenheim-Ring GmbH

Zwar ist der Entscheid noch nicht definitiv, dennoch scheinen sich die Verantwortlichen in Hockenheim keine Hoffnungen zu machen. «Solange der Terminkalender noch nicht steht, besteht die vage Hoffnung, dass noch was passieren kann», äusserte sich Hockenheim-Geschäftsführer Georg Seiler gegenüber Motorsport-Total.com.

Bereits das Rennen in diesem Jahr stand lange auf der Kippe. Erst nachdem Mercedes als Titelsponsor einsprang, konnte das Budget gestemmt werden. Die Mercedes-Verantwortlichen haben aber schon länger bekannt gegeben, dass dies eine einmalige Aktion war.

Es scheitert an den Finanzen

Im Gegensatz zu fast allen anderen Rennen im Kalender bekommt der Hockenheimring keinerlei finanzielle Zuschüsse. Der Deutschland GP muss sich deshalb ausschliesslich über Ticketverkäufe finanzieren. Sinken die Zuschauerzahlen oder fehlt ein finanzstarker Sponsor, können sich die Veranstalter die Antrittsgage in zweistelliger Millionenhöhe nicht mehr leisten.

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey äusserte sich nur ausweichend zur Zukunft des Deutschland-Rennens.
Legende: «Unsere Begeisterung für Deutschland wird immer bleiben.» Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey äusserte sich nur ausweichend zur Zukunft des Deutschland-Rennens. Keystone

Unter der Führung von Bernie Ecclestone erschloss die Formel 1 neue WM-Märkte und strich von Gastgebern wie Baku oder Abu Dhabi dem Vernehmen nach zwischen 40 und 50 Millionen US-Dollar pro Jahr an Antrittsprämie ein. Diese Preisschraube erdrückt manche traditionelle Strecke im Kernmarkt Europa förmlich – Fans und Veranstalter gehen leer aus. Zumindest für Liberty Media scheint das Geschäft aufzugehen.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 28.07.19, 14:30 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Rauch  (Stöfi)
    Gesunkenes Zuschauerinteresse? Wen wundert's wenn hinter den Kulissen bald an jedem Rennen angebliche "reglementarische" Entscheide getroffen werden.
    Vettel wird in Kanada bestraft, Verstappen wird in Oesterreich für gleiches nicht bestraft, Hamilton wird für eine im Grunde gefährliche Aktion kaum bestraft, Alfa-Sauber wird "für nichts" sehr hart bestraft..... Mal wird so entschieden mal anders und da wundert man sich ????
    Da lobe ich mir doch z.B. die DTM.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andre Frei  (AF6)
      Die Szene von Verstappen ist nicht mit der von Vettel vergleichbar.
      Bei Verstappen war es ein hartes Manöver, bei dem er die seine Linie behauptet hat. Da er die Innenbahn hatte und auch vorne war, wurde es nicht bestraft.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christian Rauch  (Stöfi)
      Herr Frei, ich habe gar nichts gegen harte Manöver, aber es war doch auch zu sehen, dass Verstappen zumindest die Lenkung etwas geöffnet hatte wodurch es erst zum Kontakt gekommen ist bei welchem Leclerc die Fahrbahn verlassen musste. Bei Vettel kam es auch dank Hamilton nicht zum Kontakt - doch was hätte Vettel an dieser Stelle anderes tun können? Ab in die Leitplanken?
      Harte Manöver ja, aber dann darf auch Vettel nicht bestraft werden und doch bitte alle gleich bestrafen - 5 und 30 Sek. ??
      Ablehnen den Kommentar ablehnen