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Lüthi in der Moto2 Ist der Traum vom WM-Titel schon «ausgebremst»?

Wiederkehrende Probleme bei den Bremsen kosten Tom Lüthi nicht nur Nerven, sondern auch wichtige WM-Punkte.

Liegt bereits 33 Punkte hinter seinem Rivalen Alex Marquez.
Legende: Liegt bereits 33 Punkte hinter seinem Rivalen Alex Marquez. Tom Lüthi. Keystone

Am GP in Tschechien fuhr Lüthi seinen zweiten «Nuller» ein und beklagte sich über Probleme mit den Bremsen. Gleiches Szenario drei Monate zuvor am GP in Argentinien: «Ich konnte auf den Bremsen nicht verzögern», meinte der Emmentaler. Eine Woche später harmonierten Lüthi und seine Bremsen wie nie zuvor. Der 32-Jährige fuhr am GP Americas zum Sieg.

Legende: Video Lüthi fährt in Austin aufs Podest abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus sportlive vom 14.04.2019.

Die «Hassliebe» zu seinen Bremsen hat Lüthi bereits wichtige Punkte im WM-Ranking gekostet. Wie findet der Emmentaler den Weg zurück in das Rennen um den WM-Titel?

Der Fluch mit den Bremsen

Da in der Moto2 alle Piloten mit denselben Motoren fahren, ist ein Überholmanöver praktisch ausschliesslich während den Bremsphasen möglich. «Dies gelingt dem Fahrer nur, wenn die Maschine perfekt auf den Fahrstil des Piloten abgestimmt ist», meint SRF-Kommentator Marco Felder.

Tom Lüthi ist sensibler als andere Piloten.
Autor: Marco FelderSRF-Kommentator

Nicht die Bremsen selbst seien Lüthi zum Verhängnis geworden, sondern das Zusammenspiel zwischen Fahrer, Maschine, Streckenbeschaffenheit und Wetter habe in den Schlüsselmomenten nicht gepasst.

«Lüthi ist sensibler als andere Piloten und spürt, ob und wann er mit seiner Maschine harmoniert.» Eine hilfreiche Eigenschaft, wenn es darum geht, die perfekte Abstimmung zu finden. Seine analytischen Fähigkeiten können Lüthi aber auch zum Verhängnis werden. «Stimmen nicht alle Parameter, hat der Emmentaler Mühe, ein gutes Resultat herauszufahren», erklärt Felder.

«Hochgeschwindigkeits-Strecke» in Österreich

Bereits nächste Woche findet der GP in Österreich statt. Lüthi bleibt nur kurz Zeit, um seine Rennen zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Felder hebt hervor, dass das Wetter beim GP eine entscheidende Rolle spielen wird. «Bleibt es trocken, hat Lüthi die Möglichkeit, die nötigen Anpassungen für ein perfektes Rennen vorzunehmen. Wird es nass, befindet er sich in einer schwierigen Ausgangslage.»

Die Siegesserie von Alex Marquez

Felder warnt aber auch vor einer möglichen Siegesserie des spanischen WM-Leaders Alex Marquez. «Der Motorsport ist eine Kopfsache. Jeder Sieg stärkt das Selbstbewusstsein und erhöht die Chancen auf einen weiteren Sieg.» Mit nur 17 Punkten Rückstand sind zudem die beiden Spanier Augusto Fernandez und Jorge Navarro dem Schweizer dicht auf den Fersen.

Lüthi muss wachsam bleiben, um bei einem allfälligen Ausfall von Marquez profitieren zu können. Felder bleibt aber realistisch: «Es wird schwierig, Marquez in seinem Lauf zu stoppen. Er ist der Top-Favorit im Rennen um den WM-Titel.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 04.08.2019, 12:05 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    @Graf: Vielleicht ist er kein Spitzenfahrer; aber sie sind bestimmt ein Spitzenplauderi!!
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  • Kommentar von Kurt Nötzli  (Kurt N.)
    Töfflibueb
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  • Kommentar von Katja Richner  (Petra Beer)
    Na ja,weshalb es ausgerechnet jeweils nur bei Lüthi mit den Abstimmungen nicht klappen soll, scheint mir schleierhaft zu sein. Lüthi scheint eben auch Fahrfehler zu machen und er ist sicherlich ein guter Fahrer, aber eben kein Spitzenfahrer. Das müsste man halt mal zur Kenntnis nehmen. :-)
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    1. Antwort von David Schneider  (David Schneider)
      Was ist denn für sie ein spitzenfahrer? für mich ist es jemanden, der öfters rennen gewinnt und konstant in den top 5 der WM zu finden ist. also gehört tom ganz sicher dazu. auf dem sofa ists immer einfach zu kritisieren. ich bin gegen tom schon rennen gefahren und mein Gott, der junge ist sau schnell.
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    2. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Ein Spitzenfahrer ist, wer nach einem Erfolg (Weltmeister) in der Juniorenkategorie dann innert kurzer Zeit in der Nachwuchskategorie (Moto 2) rasche Fortschritte macht, um schliesslich in der Erwachsenenkategorie (Moto GP) einen festen Platz zu finden. Jemand, der sich trotz grosser Erfahrung in der Moto GP nicht durchsetzen kann und froh ist, wenigstens beim Nachwuchs wieder unterzukommen, dort aber mit dem Gerät nicht klar kommt (anders als sein Teamkollege), ist halt kein Spitzenfahrer,
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    3. Antwort von Franz Huber  (Raffi)
      So so Herr Graf. Der momentan 2. in der WM ist kein Spitzenfahrer. Eines ist klar. Sie mögen Tom Lüthi einfach nicht. Das er in der Moto GP Klasse keine Chance hat mit dem Töff war eh klar. Sein Teamkollege hatte übrigens auch keine Chance mit der Spitze mitzufahren. Der CH Markt ist schlicht zu klein. Da wollen die Topteams natürlich lieber einen Spanier, Italiener oder vielleicht noch einen Engländer auf ihrem Töff.
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